1. Saarland

"Gartenwüste" weicht Wohlfühloase

"Gartenwüste" weicht Wohlfühloase

Neunkirchen. Mit Hilfe der Bürger soll die Stadt soll attraktiver werden. Das ist die Idee des Neunkircher Vorgartenwettbewerbes. Der Bürgerstammtisch Unterstadt und die Bürgerinitiative Stadtmitte hat in Zusammenarbeit mit dem Stadtteilbüro diesen Wettbewerb ins Leben gerufen

Neunkirchen. Mit Hilfe der Bürger soll die Stadt soll attraktiver werden. Das ist die Idee des Neunkircher Vorgartenwettbewerbes. Der Bürgerstammtisch Unterstadt und die Bürgerinitiative Stadtmitte hat in Zusammenarbeit mit dem Stadtteilbüro diesen Wettbewerb ins Leben gerufen. Stadtteilmanager Wolfgang Hrasky erklärt, worum es geht: "Es handelt sich hierbei um eine vorgeschaltete Aktion zum Hinterhofwettbewerb, den es bereits seit 2003 gibt. Sinn und Zweck des Ganzen ist es, Anreize zu geben die Stadtmitte sowie die Unterstadt schöner zu gestalten." Besitzer verwilderter Vorgärten konnten sich bewerben und auf finanzielle Unterstützung zu deren Neugestaltung hoffen. Voraussetzung war die Teilnahme am Hinterhofwettbewerb, zu dem man sich noch bis zum 11. Juni anmelden kann. Per Los wurden zwei Gewinner ermittelt. "Wir haben jeweils einen Gewinner aus der Unterstadt und einen aus der Stadtmitte gewählt. Voraussetzung war, dass es sich um Privatleute handelt. Es ist der erste Wettbewerb dieser Art. Leider gab es nur sechs Bewerber. Wir hoffen für nächstes Jahr auf großen Zulauf", so Helmut Lembach von der Bürgerinitiative Stadtmitte.Thomas Weimer aus der Oberstadt war einer der glücklichen Gewinner. "Wir sind einfach in den letzten Jahren nicht dazu gekommen etwas im Vorgarten zu verändern. Wir haben ihn als Lagerplatz für Baumaterialien genutzt", erklärt der Hausbesitzer. Doch das wird sich jetzt ändern. Mit einem Einkaufsgutschein im Wert von 250 Euro können die Gewinner bei der Firma Röhlinger in Heiligenwald Baumaterialien anschaffen. Außerdem gibt es vom Garten der Sinne in Merzig Blumen zur Bepflanzung der Beete. Die Umgestaltung der Vorgärten obliegt den Besitzern selbst. Thomas Weimer weiß bereits, wie sein Vorgarten künftig aussehen soll: "Ich fange schnellstmöglich mit der Arbeit an. Wir haben vor, eine Natursteinmauer zu setzen und eine extra Fläche für die Mülltonne zu schaffen. Außerdem werden wir ein Beet mit Blumen und Gräsern anlegen."Auch Heinz-Peter Müller aus der Unterstadt bekommt die Unterstützung zur Umgestaltung seines Vorgartens. Denn der gleicht momentan eher einem Komposthaufen. 45 Quadratmeter hügeliges Chaos. "Ich bin ein Fan von ferngesteuerten Lkw. Deshalb wird mein Vorgarten eine Kombination aus einer Mini-Trail-Strecke für meine Trucks und einer gepflegten Gartenanlage werden. Eins ist klar, die Hügellandschaft wird bleiben", erzählt Heinz-Peter Müller, der bereits 2008 den zweiten Platz beim Hinterhofwettbewerb belegte. Auch er will mit der Arbeit gleich loslegen. Er war sogar schon im Baumarkt.Für die Umgestaltung haben die beiden Gewinner bis zum 28. Juni Zeit. Dann wird sich in einer weiteren Begehung zeigen, ob aus den wüsten Vorgärten eine kleine Wohlfühloase geworden ist. Wir werden das Geschehen verfolgen und weiter berichten. "Wir hoffen auf nächstes Jahr auf großen Zulauf."Helmut Lembach von der Bürgerinitiative Stadtmitte

Thomas Weimer und seine Töchter Lara und Lea planen den neuen Vorgarten in der Schlossstraße. Wolfgang Hrasky, Ulrike Heckmann (l.) sowie Helmut Lembach, Jürgen Specht (r.) freuen sich.

Auf einen BlickDen Neunkircher Hinterhofwettbewerb gibt es seit 2003. Jedes Jahr werden in den Kategorien Vorgarten und Terrasse, Balkon und Hinterhoffassade, sowie Hinterhofgarten die schönsten Wohlfühloasen gekürt. Die Gewinner können sich über Preisgelder in einer Gesamthöhe von 1400 Euro freuen. Dieses Jahr läuft zum erstem Mal ein dem Hinterhofwettbewerb vorgeschalteter Vorgartenwettbewerb. bla