1. Saarland

Garden wurden stürmisch gefeiert

Garden wurden stürmisch gefeiert

Homburg. "Der Wetterbericht hat leider gelogen", sagte Sitzungspräsident Rüdiger Schneidewind zu Beginn der ersten Seniorensitzung im Kulturzentrum Saalbau. Die Folge der Wettermeldung war, dass am Sonntagnachmittag die Reihen längst nicht so gut besetzt waren, wie das sonst bei den traditionellen Seniorensitzungen der Fall ist

Homburg. "Der Wetterbericht hat leider gelogen", sagte Sitzungspräsident Rüdiger Schneidewind zu Beginn der ersten Seniorensitzung im Kulturzentrum Saalbau. Die Folge der Wettermeldung war, dass am Sonntagnachmittag die Reihen längst nicht so gut besetzt waren, wie das sonst bei den traditionellen Seniorensitzungen der Fall ist. Knapp über 300 Gäste wurden gezählt bei der ersten Sitzung, die von der Stadt Homburg veranstaltet und von der Homburger Narrenzunft (HNZ) ausgerichtet wurde.Über 120 Aktive zeigten in dem rund vierstündigen Programm ihr ganzes Können. "Die Leute von der Narrenzunft geben sich wirklich große Mühe, um uns eine Freude zu machen", sagte Elke Rohrbacher und war voll des Lobes über das Programm, das die HNZ unter dem Motto "Märchenland in Narrenhand" auf die Bühne zauberte. Das begann bei den ganz Kleinen, den HNZ-Tanzmäusen, die sich für die aktuelle Session das Lied von Speedy Gonzales, der schnellsten Maus von Mexiko, ausgesucht hatten. Da erwiesen sich schon Vierjährige als ganz große Tanz-Talente, die von den Gästen der Sitzung mit einer Rakete gefeiert wurden.

Sehr gut kamen natürlich auch die Tanzgarden der HNZ an, von der Jugendgarde über die Junioren- bis zur Funkengarde, dem Aushängeschild der Homburger Narrenzunft.

Deftiges gab's aus der Bütt von Sabine Blatt-Engel. Wie früher der Rathaus-Telefonist Lupus zeigte sie sich als Rathaus-Putzfrau bestens informiert. Die Abkürzung "KHPS" für den Eigentümer des Musikparks bedeute "Karlheinz' Pensions-Sicherung".

Kernige Zahlenspiele hatten Manfred Abel, Peter Knott und Horst Scherer für ihren Sketch mitgebracht. 28 geteilt durch sieben ist eine verflixt komplizierte Geschichte - Mathematik als die Kunst, Einfaches kompliziert auszudrücken. Mit Musik setzte sich Josef Marsch in der Doppelbütt mit Sabine Blatt-Engel auseinander, als die ihm eine Gardinenpredigt hielt. Ob er noch ne Andere hätte? Die gesungene Antwort "Für Gaby tu ich Alles" bestätigte den Verdacht und ließ nichts Gutes für den armen Josef am späteren Abend erwarten.

Gleich zu dritt kamem die Tanzmariechen auf die Bühne und gewannen sogleich die Sympathien des Publikums. Laura, Dana und Fabienne gefielen durch ihren toll synchronisierten Tanz und wurden prompt mit einer Rakete belohnt. Musikalisch erwiesen sich die Promillos als Stimmungskanonen, ebenso der singende Elferrat mit treffenden Pointen. Den musikalischen Rahmen gab die Band Take Five mit viel Pepp. Die zweite Hälfte des Programms gehörte überwiegend den Schautänzen der Garden. Die hatten ihre schicken neuen Uniformen gegen fantasievolle Kostüme getauscht und wurden stürmisch gefeiert. Aber auch die HNZ-Männergarde durfte nicht fehlen. Wie in jedem Jahr wurden die ältesten Damen und Herren im Publikum durch die Seniorenbeauftragte der Stadt Homburg, Christel Steitz, mit kleinen Präsenten bedacht. Christel Steitz hatte sich zu Beginn der Sitzung bei der HNZ für deren großartige Leistung bedankt.

Für alle Gäste gab es je einen Berliner und eine Brezel. Den Kaffee dazu servierten ehrenamtliche Helfer vom Malteser Hilfsdienst.

Am nächsten Sonntag sind insbesondere die älteren Bürgerinnen von Erbach/Reiskirchen zur zweiten Seniorensitzung mit der HNZ eingeladen.

Auf einen Blick

Die Mitwirkenden der ersten Seniorensitzung von Stadt Homburg und Narrenzunft: Sitzungspräsident: Rüdiger Schneidewind;

Tanz: HNZ-Tanzmäuse, Jugendgarde, Juniorengarde, Funkengarde, alle drei mit Marsch- und Schautanz, Männergarde, Mariechen Laura, Dana und Fabienne; Gesang: der singende Elferrat, die Promillos, Musik: Band Take Five; Büttenreden: Gabriele Schmitt und Sabine Blatt-Engel (Disput vom Balkon), Sabine Blatt-Engel als Rathaus-Putzfrau und mit Josef Marsch in der Doppelbütt mit dem singenden Ehemann, Manfred Abel, Peter Knott und Horst Scherer mit der unlösbaren Matheaufgabe 28:4. smi