1. Saarland

GaK-Schüler laufen für Unicef

GaK-Schüler laufen für Unicef

Neunkirchen. Spontan klatscht Peter Wagner einem Jungen Beifall, der offenbar leicht und locker in einem vernünftigen Tempo seine Runden auf dem Sportplatz im Wagwiesental dreht. In der rechten Hand hat er bereits eine stattliche Anzahl an Strohhalmen gesammelt

Neunkirchen. Spontan klatscht Peter Wagner einem Jungen Beifall, der offenbar leicht und locker in einem vernünftigen Tempo seine Runden auf dem Sportplatz im Wagwiesental dreht. In der rechten Hand hat er bereits eine stattliche Anzahl an Strohhalmen gesammelt. Strohhalme beim Sport, wozu sind die denn gut?Wer sich mit den Organisatoren am Freitagmorgen vor Ort unterhielt, wusste die Antwort: Die Schüler des Neunkircher Gymnasiums am Krebsberg nahmen erstmals an der Aktion "wir laufen für Unicef" teil. Das Ziel ist, Schülerinnen und Schüler in Bewegung zu bringen - und sie gleichzeitig etwas bewegen zu lassen. Das Besondere daran: Wer sich hier bewegt, hilft der eigenen Schule und unterstützt gleichzeitig das Bildungsprogramm "Schulen für Afrika" der Unicef, der UN-Organisation für Kinder in Not, heißt es auf der Homepage der Schule.

Und für Peter Wagner, von Beruf SZ-Redakteur und in der Freizeit ein begeisterter und erfolgreicher Ultra-Läufer, war es eine Selbstverständlichkeit, als "Pate" des Laufes den offiziellen Startschuss um 8 Uhr morgens zu geben. "Ich finde das Engagement der Schule super", sagte das Gründungsmitglied der Lauftrefffreunde Marpingen. Es seien einige Läufer im Verein, die erst durch einen Schullauf gemerkt hätten, dass sie laufen können und es ihnen Spaß macht. Auch wenn es nicht allen Schülern an diesem tropisch-warmen Sommermorgen Freude bereitet, schwitzend Kilometer zu "schrubben", so macht doch der Sinn des Ganzen so manchen Schweißtropfen wieder wett.

"Unsere Schule ist seit jeher sozial engagiert, und die Problematik in Afrika ist zur Zeit in aller Munde", erklärt Sportlehrerin Dunja Bullacher, warum sie und einige Kollegen diesen Schullauf organisiert haben. Großes Lob gab es dafür von Schulleiter Rainer Stein-Bastuck: "Das ist ein super Team, das in Eigenverantwortung alles toll organisiert hat." Für den reibungslosen Ablauf sorgten Eltern, die etwa bei der Getränkeversorgung halfen und die 12er-Klassen, die bei jeder Runde die besagten Strohhalme verteilten, die am Ende des jeweils einstündigen Laufs des Schülers auf seiner Laufkarte als Strecke vermerkt wurden.

Die Schüler hatten im Vorfeld Sponsoren für ihre Kilometer gesucht, bei denen sie in der kommenden Woche das Spendengeld einsammeln können. Bullacher rechnet dann Anfang September mit dem konkreten Spendenbetrag. Eine Hälfte fließt über Unicef nach Afrika, die andere kommt der Schule zugute. Die Schulgemeinschaft entscheidet über die Verwendung des Geldes, das zum Beispiel in Spielgeräte für den neuen Schulhof fließen könnte.