Gahim schnell wie der Wind

Gahim schnell wie der Wind

Namborn. 11 Uhr am Karfreitag auf dem Übungsplatz des Hundesportvereins Namborn: Um die 40 kleine und große Hunde der verschiedensten Rassen warten mit ihren Frauchen und Herrchen ungeduldig auf ihren Einsatz. "Wir starten in fünf Minuten", ruft Rennleiter Tobias Reis ins Mikrofon, erklärt die Regularien des Hunderennens und los geht das Spektakel

Namborn. 11 Uhr am Karfreitag auf dem Übungsplatz des Hundesportvereins Namborn: Um die 40 kleine und große Hunde der verschiedensten Rassen warten mit ihren Frauchen und Herrchen ungeduldig auf ihren Einsatz. "Wir starten in fünf Minuten", ruft Rennleiter Tobias Reis ins Mikrofon, erklärt die Regularien des Hunderennens und los geht das Spektakel. Reis wird dabei von Roland Degler assistiert. Die Vierbeiner legen sich für gute Platzierungen mächtig ins Zeug. Der eineinhalbjährige marokkanische Windhund Gahim ist dabei am Schnellsten. Einmal losgelassen stürmt er in Richtung seiner Besitzerin Lisa Lang. Der Rüde hat die 65-Meter-Strecke im ersten Lauf mit 5,72 Sekunden geschafft. Ergebnis der zwei weiteren Läufe: 5,40 Sekunden und 5,38 Sekunden. Der schlechteste Lauf wird allgemein nach der neuen Regelung gestrichen. Das ergibt eine Gesamtzeit von 10,78 Sekunden. Das Gespann aus dem pfälzischen Contwig belegt damit nicht nur den ersten Platz in der stärksten Starterklasse Maxi, sondern erzielt auch das beste Tagesergebnis mit neuem Streckenrekord. "Es hat Spaß gemacht", erzählt Lisa Lang freudestrahlend, "nicht nur wegen des Erfolges, sondern auch durch das auffallend gute soziale Verhalten der Hunde untereinander." Die 25-jährige Krankenschwester sieht in dem Hunderennen eine Bestätigung dafür, wie vielseitig mit dem Hund gearbeitet werden kann, und verspricht, im nächsten Jahr in Namborn wieder anzutreten.

Phoebe verpasst erneuten Sieg

Die vierjährige holländische Herder-Hündin Phoebe mit ihrer Besitzerin Cornelia Schmitt aus Helmstedt verfehlt knapp den Hattrick. Nach den Siegen 2011 (11,26 Sekunden) und 2012 (11,06 Sekunden) muss sich diesmal mit 11,44 Sekunden mit dem dritten Platz zufrieden geben. Cornelia Schmitt, die jedes Jahr Urlaub an Ostern bei ihren Eltern in Ottweiler macht, sagt: "Ein kleiner Fehler war ausschlaggebend, wir werden im nächsten Jahr wieder angreifen." Ihr Vater, Hermann Schmitt, im vergangenen Jahr mit Paddy Zweiter, belegt jetzt Platz fünf, gefolgt von dem besten Starter des gastgebenden Vereins, Dennis Bard mit Abby und 12,34 Sekunden. Claudia Schmitt, die Mutter von Cornelia, rettet diesmal die Ehre der Familie Schmitt. Sie siegt mit Lucky in der Midi-Klasse.

Viele der Hundeführer sind zum ersten Mal mit ihren Lieblingen dabei, wie beispielsweise Laura Lutz und Anja Berger aus Namborn. Sie zeigen sich begeistert und wollen wiederkommen. Das wollen auch Elina, sieben, und Alina, acht Jahre alt, als jüngste Starterinnen.

Es war bereits das 16. Hunderennen des Namborner Hundesportvereins. Zum ersten Mal wurde das Spaßturnier ausgeklammert. "Wir wollten damit den Rennteilnehmern den Aufenthalt auf dem Übungsgelände verkürzen", sagt der Namborner Vereinschef Andreas Bard und kündigt an, dieses Turnier als eigene Veranstaltung für den ersten September zu organisieren. Es war wieder ein gelungenes Hunderennen, so Bard abschließend.

Auf einen Blick

Mini: 1. Biana Brittmacher (Trier) mit Einstein, 14,23 Sekunden. 2. Vicky Kaszubski, mit Sammy, 14,32 Sekunden, 3. Ramona Braun (beide SV Namborn) mit Stella, 15 Sekunden.

Midi: 1. Claudia Schmitt (Ottweiler) mit Lucky, 13, 25 Sekunden, 2. Sandra Räffle (Trier) mit Peach, 13,74 Sekunden, 3. Christina Conrad (Tholey) mit Chanel, 14,78 Sekunden.

Maxi: Lisa Lang, (Contwig), mit Gahim, 10,78 Sekunden, 2. Julia Olk (Schweich) mit Alpha, 11,12 Sekunden, 3. Cornelia Schmitt (Helmstedt) mit Phoebe, 11,44 Sekunden. se

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