Funkelnde Kostbarkeiten aus der ganzen Welt Funkelnde Kostbarkeiten

Funkelnde Kostbarkeiten aus der ganzen Welt Funkelnde Kostbarkeiten

Freisen. Schulter an Schulter beugen sich Besucher über die farbenfroh leuchtenden Auslagen der mehr als 100 Tische. Auf den Tischen der internationalen Achatsammler glitzern Achate der Spitzenklasse neben versteinerten Hölzer aus Asien, Afrika, Süd- und Nordamerika sowie Meteoritenbruchstücke

Freisen. Schulter an Schulter beugen sich Besucher über die farbenfroh leuchtenden Auslagen der mehr als 100 Tische. Auf den Tischen der internationalen Achatsammler glitzern Achate der Spitzenklasse neben versteinerten Hölzer aus Asien, Afrika, Süd- und Nordamerika sowie Meteoritenbruchstücke. Der Blick des Vollmersbachers Jakob Görres ist nur auf die Achate und Mineralien aus der Saar-Nahe-Region fokussiert. "Hier findet man exzellente Stücke", weiß der passionierte Sammler. Einheimische und landesweit bekannte Sammler präsentieren Ryolith-Achate aus Oberthal, Bandachate aus Steinbach bei Lebach, oder exklusive Amethyst- und Rauchquarz-Drusen die bei Baumholder und Idar-Oberstein gefunden wurden.Groß ist die Nachfrage unter der Sammlergemeinde nach Neufunden und Exponaten aus dem Raum Freisen. "Freisener Achate bestechen durch ihre Farbvielfalt, ihre Farbvarianz und durch die Intensität ihrer Färbung", erklärt Reiner Maria Schäfer, der Vorsitzende des Mineralienvereins. Auf einem Rundgang führt Schäfer, den Landtagspräsidenten Hans Ley, die amtierende Deutsche Edelsteinkönigin Julia Heß, und den Vorsitzenden des Fördervereins Deutsche Edelsteinstraße, Martin Schupp, mitten durch ein funkelndes Meer von Achaten. "Hier geht einem das Herz auf. Für den Kenner ist das reine Zuckerware", schwärmt Schupp.

Tourismus ankurbeln

Mit den Steinen soll zudem der Tourismus in der Gemeinde angekurbelt werden. Angestrebt wird dazu schon länger ein Beitritt der Gemeinde Freisen zum im rheinland-pfälzischen Herrstein sitzenden Förderverein Deutsche Edelsteinstraße. Ziel ist es dadurch die Freisener Mineralienfunde als Alleinstellungsmerkmal weiter zu stärken, und länderübergreifend touristisch zu vermarkten. "Die Bemühungen und das Bestreben von beiden Seiten ist vorhanden", teilt Schupp mit. Geologisch gehöre man ja ohnehin schon zusammen. "Man muss die Sache einer Zusammenarbeit behutsam angehen", meint Schupp. An der Vitrine mit denen im Freisener Steinbruch Hellerberg gefundenen Exemplaren kommt kein Besucher vorbei. "Grandios und einmalig", urteilt Sammler Peter Brandt, als er die Sonderausstellung in Augenschein nimmt. Silke Rudolphy aus Freisen tut sich auf ihrer Suche nach einem Schmuckstück schwer. "Das Angebot ist sehr vielfältig, und deshalb ist es nicht einfach für mich etwas zu finden", hat sie die Qual der Wahl. Begeistert vom Charme der Börse ist auch der erstmals ausstellende Danny-Axel Michel aus Rengsdorf. "Das Angebot für den Mineraliensammler steht im Vordergrund", was der Bergbauingenieur positiv bewertet.

Dementsprechend ist Schäfer mit dem Verlauf der 28. Börse vollauf zufrieden. "Nonstop hatten wir einen super Besuch". Mitverantwortlich seien dafür auch die zum zweiten Male erfolgreich durchgeführten Schürfertage. Mit beiden Veranstaltungen werde zusätzlich noch der Bekanntheitsgrad von Freisen weiter gesteigert.