1. Saarland

Für Klaus Weber ist Berlin eine Stadt, die lebt

Für Klaus Weber ist Berlin eine Stadt, die lebt

Drei Tage war er mit Ehefrau Karla in Berlin: Der Limbacher Turner Klaus Weber, ehrenamtlich stark engagiert, war von Bundespräsident Joachim Gauck zum Bürgerfest in die Bundeshauptstadt eingeladen worden.

Limbach. In Turnerkreisen ist der Name Klaus Weber ein Begriff und bestens bekannt. Der ehemalige Lehrer ist dieser Sportart seit Jahrzehnten verbunden - als aktiver Leistungsturner und Trainer beim Turnverein Limbach, im Turngau Saarpfalz sowie im Saarländischen Turnerbund (STB). Wegen seines jahrzehntelangen Einsatzes und Engagements wurde der heute 70-Jährige 1997 mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Am vergangenen Samstag wurde dem ehemaligen Sportlehrer, der mit 63 Jahren in Pension ging und bis 68 noch in der Lehrerfortbildung tätig war, eine weitere Ehre zuteil, denn er wurde von Bundespräsident Joachim Gauck nach Berlin eingeladen."Der Bundespräsident und Frau Daniela Schaft bitten zum Bürgerfest in den Park von Schloss Bellevue" stand auf den Einladungskarten. Gemeinsam mit Ehefrau Karla war Weber aus Limbach für drei Tage in Berlin. Die Einladung sei für ihn "völlig überraschend", schwärmte Weber von seinem Besuch in der Hauptstadt: "Berlin ist eine Reise wert, eine Stadt, die lebt". Zusammen mit annähernd 4000 habe er am Eingang von Schloss Bellevue gestanden, um zum Bundespräsidenten vorgelassen zu werden. "Es war ein superschönes Fest mit einem abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm mit tollen Künstlern", erklärte Weber. Gauck habe alle Besucher , die ehrenamtlich in Sozialwerken oder Sportvereinen tätig seien, allgemein für ihr Engagement gelobt, niemanden persönlich vorgerufen. "Er hat einen sehr guten Eindruck gemacht", meinte Weber, der mit seiner Frau das Schloss besichtigen und Gespräche mit Prominenten führen konnte.

Darüber hinaus nahm das Ehepaar an einer Stadtrundfahrt teil, konnte sich Sehenswürdigkeiten anschauen. "Eine wunderbare Sache", stellte Weber fest, der jetzt weiß, wer ihn vorgeschlagen hat: "Es war die Sekretärin des Olympischen Sportbundes, die aus Limbach stammt, vor gut 40 Jahren von hier weggezogen ist, sich an mich aber noch erinnert hat". Seit 1962 ist der gebürtige Bexbacher Mitglied beim TV Limbach. "Ich hatte das Glück, dass mein Beruf als Sportlehrer zugleich auch mein Hobby war", betonte Weber, der eine ungewöhnliche Laufbahn als Turner vorweisen kann. Vor 54 Jahren erstmals auf der Matte, wechselte er nach Limbach und verhalf dem Turnverein 1973 zum Aufstieg in die Regionalliga, dem er bis heute ohne Unterbrechung angehört. Als aktiver Turner wurde Weber im Alter von 17 Jahren erstmals Saarlandmeister. Auf Bundesebene zählte er fast 15 Jahre lang zu den besten acht Wettkämpfern im deutschen Zehnkampf aus Turnen und Leichtathletik. Darüber hinaus engagierte er sich als Kampfrichterobmann, in Traineraus- und Lehrerfortbildungen.

 Klaus Weber war zum Bürgerfest des Bundespräsidenten ins Schloss Bellevue nach Berlin eingeladen. Foto: Bernhard Reichhart
Klaus Weber war zum Bürgerfest des Bundespräsidenten ins Schloss Bellevue nach Berlin eingeladen. Foto: Bernhard Reichhart

Er habe noch mit 43 Jahren aktiv geturnt, betonte Weber, der Ehrenmitglied bei der TG Saar, im Turngau Saarpfalz und beim TV Limbach ist. Fasziniert am Turnen habe ihn "das eigene Können, der eigene Fleiß und dann am Ende das Ergebnis", verrät Weber seine Entscheidung für den Turnverein, obwohl er früher auch erfolgreich Fußball und Handball gespielt hat: "Ich wollte eine Sportart, wo ich vom Fleiß, den ich an den Tag lege, auch eine Belohnung bekomme". re