Für die Wahl bestens gerüstet

Für die Wahl bestens gerüstet

Am Sonntagabend ab 18 Uhr wächst die Spannung, dann werden die Stimmen für die Bundestagswahl ausgezählt. Zuvor durften über 200 000 Wahlberechtigte im Bundestagswahlkreis 299 ihre Stimme abgeben. Über 45 000 davon können in Homburg, Bexbach und Kirkel zur Wahlurne gehen.

Die Wahllokale stehen seit geraumer Zeit fest, die Wahlhelfer sind längst angeschrieben, die Wahlbenachrichtigungskarten sind an die Bürger rechtzeitig verschickt worden und die Wählerverzeichnisse sind selbstverständlich schon lange angelegt. Die Bundestagswahl am Sonntag kann also beginnen. Eigentlich hat die Wahl aber schon längst begonnen. "Wir haben immer mehr Briefwähler", sagt Bernhard Eisel vom Wahlbüro im Rathaus Am Forum in Homburg. "Von den 32 240 Stimmberechtigten hatten bis zur Schließung des Wahlbüros um 18 Uhr am Freitag 5410 ihre Stimme per Briefwahl abgegeben", erklärt Eisel, dessen Team mit zwei weiteren Mitarbeitern und zwei Praktikanten alle Hände voll zu tun hatte. Eisel hat seit 30 Jahren Erfahrung mit den unterschiedlichsten Wahlen. "Der Trend zur Briefwahl in der Kreis- und Universitätsstadt hat bei allen Wahlen in den vergangenen Jahren extrem zugenommen. Vor allen Dingen Leute, die in Urlaub oder auf Dienstreise sind, viele Studenten der medizinischen Fakultät aber auch zahlreiche ältere Leute haben von der Briefwahl Gebrauch gemacht." Im Stadtgebiet Homburg gibt es 30 Wahllokale und sechs Briefwahl-Lokale. Der Wahlbezirk Hohenburgschule hat mit 1649 die meisten Stimmberechtigten, gefolgt vom Bezirk Sonnenfeldschule mit 1598. Bei den Stadtteilen liegen Beeden (1325), Kirrberg (1317) und Einöd (1121) vorne. Die wenigsten haben Wörschweiler (231) und Altbreitenfelderhof/Websweiler (326).

Für die 450 Wahlhelfer beginnt direkt nach 18 Uhr nach dem Öffnen der Wahlurnen das Auszählen. Wie in vielen Kommunen stellen Mitarbeiter der Verwaltung und der Stadtwerke den Großteil der Helfer. Dazu kommen Vertreter aus Verbänden, Vereinen, Parteien aber auch aus dem Öffentlichen Dienst. Die Leiterin des Hauptamtes, Kerstin Puchner, hatte alle Helfer angeschrieben und sie zusammen mit ihrem Team "instruiert". Zudem überwachte im Rathaus die Abteilungsleiterin EDV, Vera Donauer-Dilk, die "Übermittlung der Daten" in einer Extra-Probeübung in dieser Woche.

Die Wahlergebnisse werden am Sonntagabend direkt zur Landeswahlleitung übermittelt. Für die kompletten Kreisergebnisse ist die stellvertretende Kreiswahlleiterin Daniela Kolling in Homburg mit ihrem Team am Sonntagabend zuständig. Im Landratsamt erfasse man auch wegen der Hochrechnungen alle Daten sofort. Sie würden dann ständig aktualisiert. Kolling: "Alles erfolgt in enger Abstimmung mit den Kommunen und der Landeswahlleitung in der Landeshauptstadt Saarbrücken."

Bei der Stadt Bexbach läuft alles nach Plan. Nach Auskunft des Bürgerbüros sind 15 019 in der Stadt und den Stadtteilen wahlberechtigt. Im Bürgerbüro ist für den Ablauf der Wahl Wolfgang Schmidt zuständig. Der Trend zu einer hohen Briefwahlbeteiligung ist auch am Höcherberg zu verzeichnen. Hier hatten 2762 ihre Stimme bereits per Brief abgegeben.

In Kirkel gibt es 8303 Wahlberechtigte. "In Kirkel ist mit über 1300 ein Rekord bei den Briefwählern zu verzeichnen", sagt Dirk Pfeifer vom Wahlamt der Burg-Gemeinde. Im Wahlamt laufen unter Dietmar Homberg die Fäden für die Bundestagswahl zusammen.

Andreas Bittner, stellvertretender Landeswahlleiter in Saarbrücken, erklärte auf Anfrage, nach aktuellem Stand seien rund 201 440 Personen im Wahlkreis 299 stimmberechtigt. Auch er beobachtet einen immer stärker werdenden Zuspruch für die Briefwahl.

Zum Thema:

Auf einen BlickDer Bundestagswahlkreis Homburg (Wahlkreis 299) im Saarland umfasst den kompletten Saarpfalz-Kreis, die Städte Friedrichsthal und Sulzbach sowie die Gemeinde Quierschied im Regionalverband Saarbrücken und die Stadt Neunkirchen sowie die Gemeinde Spiesen-Elversberg im Landkreis Neunkirchen. jkn

Mehr von Saarbrücker Zeitung