1. Saarland

Früher Wintereinbruch im trüben November

Früher Wintereinbruch im trüben November

Pünktlich zum meteorologischen Winteranfang am 1. Dezember vergnügten sich die Kinder mit den ersten Schlittenfahren und Schneeballschlachten.Ob es zum astronomischen Winterbeginn am 22. Dezember und an Weihnachten noch ähnlich winterlich ausschaut, ist bisher noch nicht sicher. Entscheidend für den Winterverlauf in der Region ist die atlantische Westwindzirkulation

Pünktlich zum meteorologischen Winteranfang am 1. Dezember vergnügten sich die Kinder mit den ersten Schlittenfahren und Schneeballschlachten.

Ob es zum astronomischen Winterbeginn am 22. Dezember und an Weihnachten noch ähnlich winterlich ausschaut, ist bisher noch nicht sicher.

Entscheidend für den Winterverlauf in der Region ist die atlantische Westwindzirkulation. Wenn besondere Wetterlagen diese Zirkulation unterbrechen, kann trockene polare Luft bis nach Mitteleuropa vordringen.

Der Rückblick auf den November zeigt, dass er mit kurzen sonnigen Abschnitten und einer Tageshöchsttemperatur von 18,2 Grad Celsius startete.

Nach ergiebigen Regenfällen zwischen dem 6. und 13. November strömte sehr warme mediterrane Luftmassen über die östlichen Alpen direkt nach Deutschland. Am 14. November wurde eine Monatshöchsttemperatur von 19 Grad Celsius erfasst. Ab der Monatsmitte stellte sich die Wetterlage aber langsam um. Die nachfolgenden polaren Luftmassen sorgten in der Nacht vom 25. November für den ersten Schnee in der Region.Die Nachttemperaturen sind knapp unter die Null-Grad-Grenze gefallen, die Tagestemperaturen bewegten sich zwischen 1 und 3 Grad Celsius.

Bis zum Monatsende änderte sich diese Wetterlage nicht, die Temperaturen verlagerten sich nun deutlich unter die Null-Grad Celsius-Marke. Am 29. November gegen 21.46 Uhr wurde mit minus 3,4 Grad Celsius die tiefste Temperatur des Monats erfasst.

Mit 22 Regentagen bei einer Monatsniederschlagsmenge von 105,5 Liter pro Quadratmeter und bescheidenen 15 Stunden Sonnenscheinzeit war der November zu nass und viel zu trübe ausgefallen.

Zurzeit ist in Skandinavien eine leichte Frostabschwächung zu verzeichnen, wodurch sich auch die polare Strömung aus Nord-Ost langsam abschwächt.

Die polaren Luftmassen werden jedoch noch bis Sonntag in unserer Region verbleiben.

Am Sonntag setzt sich wieder die atlantische Westwindzirkulation durch. Die teils starke Bewölkung wird ab der zweiten Tageshälfte für Schnee oder gefrierenden Schneeregen sorgen. Es besteht akute Glättegefahr für Fußgänger und im Straßenverkehr. Von Westen her gehen die Niederschläge ab Montag allmählich in Regen über. Die Tagestemperaturen liegen zwischen 3 und 6 Grad Celsius, in den Nächten werden die Temperaturen bei Aufklaren die Null-Grad-Celsius-Grenze deutlich unterschreiten. Zum letzten Monatsdrittel hin könnten sich wieder kalte Kontinentalwinde aus Nordost durchsetzen. Die vorherrschende Ausgangswetterlage lässt etwas Hoffnung auf weiße Weihnachten, da die westlichen Strömungen zurzeit schwächeln und die polaren Kaltluft bis in die Region vorstoßen könnte.