Fröhlich miteinander feiern, statt sich ewig fremd zu bleiben

Fröhlich miteinander feiern, statt sich ewig fremd zu bleiben

Sulzbach. "Zusammenhalten - Zukunft gewinnen" - so lautet das Motto der Interkulturellen Woche 2011, die mit einem großen Fest am Wochenende begann. Die interkulturelle Bewegung steht in Sulzbach auf vielen Säulen, und die meisten Aktiven sind seit vielen Jahren mit von der Partie

Sulzbach. "Zusammenhalten - Zukunft gewinnen" - so lautet das Motto der Interkulturellen Woche 2011, die mit einem großen Fest am Wochenende begann. Die interkulturelle Bewegung steht in Sulzbach auf vielen Säulen, und die meisten Aktiven sind seit vielen Jahren mit von der Partie.Ob Türkischer Elternbund, die Waldschule, die Ka-Ju-Ka-Hühnerfeld, der Hindu-Tempel aus Altenwald, der Frauenverein der Moschee, der FC Türkiyem, der Verein "Familie gibt Aufwind", die katholischen Frauen, das Jugendzentrum, die Caritas Gemeinwesenarbeit aus Altenwald oder die Kindertagesstätten der Stadt - alle machen mit bei der Fete.

Erika Rosenkranz von den katholischen Frauen beispielsweise schwärmt nachgerade von dem Fest, von dem "wir alle viel mit nach Hause" nehmen können. "Die unterschiedlichen Kulturen rücken näher zusammen", das hat Erika Rosenkranz erlebt. Das Fest diene dem besseren Verstehen, und die Fortschritte, die dieses Verstehen generiere, könne man in Sulzbach sehen.

Mehmet Aydogdu, der türkische Grillspezialitäten verkaufte, findet das Fest "fantastisch" und hervorragend zum Informationsaustausch geeignet. Er habe auf dem interkulturellen Fest schon viele nette Leute, "und das waren nicht nur Türken", kennengelernt. Grazia Salerno gehört mit ihren Freundinnen auch zum festen Personal des Festes. Jedes Jahr freuen sich die Italienerinnen, mitmachen zu können. In diesem Jahr haben die fleißigen Frauen zum ersten Mal frisch zubereitete Pizza im Angebot, die ihnen förmlich aus den Händen gerissen wird.

Die Praktikantin der evangelische Tagesstätte "Regenbogen", Susanne Horst, ist derweil "hundertprozentig" überzeugt von der Wichtigkeit des Festes. "So leicht wie hier kann man nicht immer Menschen aus anderen Kulturkreisen treffen", meint die 18-Jährige. Überhaupt, die KiTa "Regenbogen": Die Einrichtung hat sich einen Leitspruch gegeben, der kaum besser zum Multi-Kulti-Fest passen könnte: miteinander leben und lernen.

Was Elena Schäfer, Lehrerin der Mellin-Grundschule, mit ihren Kindern auf die Bühne brachte, passte auch nicht schlecht zum Thema. Sie erarbeitete mit den Schülern ein zweisprachiges Projekt (deutsch und italienisch), in dem sich die Kids begeistert mit der weltberühmten italienischen Küche beschäftigen.

Kein Wunder also, dass Christina Pöhland von der Stadt und Karsten Müller von der Projektgruppe Interkultur eine positive Bilanz ziehen können. Gemeinsames Feiern und Reden, gepaart mit einem interessanten kulturellen Programm zeigten einmal mehr, dass man in Sulzbach die Aufgabe Integration und friedvolles Miteinander ernst nehme und auf dem richtigen Weg sei, so die einhellige Meinung der Beteiligten und Besucher. eng

Auf einen Blick

Die Projektgruppe Interkultur und das Kommunale Kino (KoKi) laden für Donnerstag, 29. September, um 19 Uhr zur Filmvorführung ins Salzbrunnenhaus ein. Gezeigt wird "Evet, ich will!". Die Geschichte von Regisseur und Drehbuchautor Sinan Akku erzählt die Turbulenzen, die drei Paare aus unterschiedlichen Kulturen auf dem Weg zu ihrem Glück durchleben. Eintritt frei. Am Montag, 3. Oktober, ist in der Moschee in Brefeld Tag der offenen Tür. Am Donnerstag, 13. Oktober, findet ab 18 Uhr in der Aula ein gemeinsames Gebet der Religionen statt. Die Vertreter der katholischen und evangelischen Kirchen, des Hindu-Tempels in Altenwald, der Moschee in Brefeld und der neuapostolischen Kirche laden hierzu herzlich ein. eng

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