Friedrichsthaler Wehr meistert alle Aufgaben

Friedrichsthaler Wehr meistert alle Aufgaben

Friedrichsthal. Andreas Lorang, der Betreuer der Friedrichsthaler Jugendwehr, war zufrieden mit seinen Mädchen und Jungs. Zwölf Mitglieder seiner Truppe zeigten vor der Jahreshauptübung der Aktivwehr am Samstagnachmittag bei einer Angriffsübung an der Turnhalle der Bismarckschule, was sie feuerwehrtechnisch drauf haben

Friedrichsthal. Andreas Lorang, der Betreuer der Friedrichsthaler Jugendwehr, war zufrieden mit seinen Mädchen und Jungs. Zwölf Mitglieder seiner Truppe zeigten vor der Jahreshauptübung der Aktivwehr am Samstagnachmittag bei einer Angriffsübung an der Turnhalle der Bismarckschule, was sie feuerwehrtechnisch drauf haben. Unterstützt wurde der Nachwuchs von sechs aktiven Wehrmitgliedern, die 1990 bei der Gründung der Jugendwehr dabei waren. Später, bei der Nachbesprechung im Gerätehaus, gab es ein dickes Kompliment von Regionalverbands-Brandinspekteur Reiner Schwarz: "Das habt ihr prima gemacht, bleibt dabei. Ihr seid unsere Feuerwehrfrauen und -männer von morgen."

Zufrieden war der Brandinspekteur aber auch mit den Leistungen der Aktiven. "Die Aufgabenstellung war schwer. Ihr habt die Aufträge schnell und gekonnt gemeistert. Er war eine gelungene Übung, wie wir sie von der Freiwilligen Feuerwehr Friedrichsthal gewohnt sind", sagte Schwarz. Übungsobjekt war die Bismarckschule. Die angenommene Lage: "Bei Reparaturarbeiten im Hauptgebäude kam es nach einem unachtsamen Umgang mit einer Propangasflasche zu einer Explosion. Der folgende Brand dehnte sich aus bis ins zweite Obergeschoss. Im Keller und im ersten Geschoss wurden mehrere Kinder, Betreuer und Lehrpersonen eingeschlossen. Eine Lehrerin, ein Handwerker und eine Bewohnerin der Dachwohnung wurden vermisst. Wegen starker Rauchentwicklung gestaltete sich die Rettung der Personen sehr schwierig. Deshalb lag ein großes Augenmerk auf der Überwachung der Atemschutzträger. Die beiden Löschzüge Friedrichsthal und Bildstock waren mit 60 Leuten im Einsatz. Unterstützt wurde die Friedrichsthaler Wehr von den Drehleitern aus Sulzbach und Quierschied. Die Versorgung der verletzten Personen übernahm das Rote Kreuz aus Friedrichsthal und Dudweiler.

Auch der Friedrichsthaler Verwaltungschef Rolf Schultheis zeigte sich beeindruckt von der Übung. "Das ehrenamtliche Engagement aller Hilfskräfte, egal ob von Wehr, Rotem Kreuz oder Technischem Hilfswerk, ist immer beachtlich und kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden", betonte der neue Saarbrücker Sicherheitsdezernent Harald Schindel.

Hintergrund

Nach der Jahreshauptübung gab es bei der Friedrichsthaler Wehr zahlreiche Beförderungen und Ehrungen. Feuerwehrmänner sind jetzt Pascal-Josef Baldus, Timo Schilling und Benjamin Wagner. Zum Oberfeuerwehrmann befördert wurden Sven Leiser und Cory Singh. Hauptlöschmeister sind jetzt Markus Schmidt und Andreas Lorang. Wolfgang Molter wurde zum Brandmeister befördert.

Für langjährige Zugehörigkeit wurden geehrt: Martina Altmeier, Heiko Gburek, Nicki Leiendecker, Michael Mailänder, Jörg Spiegel, Thomas Vogt und Benjamin Wölflinger (20 Jahre); Eberhard Bickelmann, Andreas Lorang, Dirk Reppekus und Marcus Schmitt für 25 Jahre aktiven Dienst. Seit 35 Jahren ist Rüdiger Schlick in der Wehr. Er wurde in die Altersabteilung übernommen. 40 Jahre gehören Oskar Birkelbach, Joachim Gattes und Heino Bresselschmidt der Hilfsorganisation an. Heinz Uebach ist seit 50 Jahren dabei. Für 60-jährige Zugehörigkeit wurden Erich Kasper und Horst Paulus ausgezeichnet. ll