Freundlichkeit der Saarländer positiv aufgefallen Saarländer sind freundlich

Freundlichkeit der Saarländer positiv aufgefallen Saarländer sind freundlich

Knapp vier Monate bin ich nun Saarländerin, und ich muss sagen, ich fühle mich hier pudelwohl. Was nicht zuletzt an den vielen Einheimischen liegt, denen ich seit meiner Ankunft begegnet bin

Knapp vier Monate bin ich nun Saarländerin, und ich muss sagen, ich fühle mich hier pudelwohl. Was nicht zuletzt an den vielen Einheimischen liegt, denen ich seit meiner Ankunft begegnet bin. Der Saarländer, so habe ich festgestellt, hat ein ausgesprochen herzliches und einnehmendes Wesen: Alle sind freundlich, in jedem Geschäft werde ich beim Betreten des Ladens oder spätestens an der Kasse begrüßt. Was für die Saarländer vielleicht selbstverständlich ist, ist es für mich noch lange nicht. Aus meiner nordrhein-westfälischen Heimat war ich das zwar gewohnt, aber während meiner Uni-Zeit im mittelhessischen Gießen habe ich schnell gelernt, dass Freundlichkeit keine Selbstverständlichkeit ist. Da hatte ich bisweilen das Gefühl, für ein "Guten Tag" in einem Geschäft noch mindestens 20 Cent mehr bezahlen zu müssen. Damals habe ich mich bei jedem Heimatbesuch in NRW wieder gefreut, wenn ich im Supermarkt oder beim Bäcker freundlich begrüßt wurde. Da bin ich wirklich froh, dass es im Saarland anders ist als in Gießen. Sei es beim Schwätzchen mit der netten Nachbarin oder wenn ich jemanden auf der Straße nach dem Weg gefragt habe. Auch der nette Pförtner in unserem Haupthaus in Saarbrücken hatte sich gleich meinen Namen gemerkt und mich seitdem immer freundlich begrüßt. Es mag ja Menschen geben, denen so etwas nicht wichtig ist, aber ich hatte dadurch gleich einen guten Start in den Bürotag.Und lobend erwähnt werden muss hier auch das Engagement der Menschen in meinem Stadtteil, die ein Wochenende lang tatkräftig nach meinem vermissten Kater gesucht haben. Dank ihnen kenne ich jetzt jede schwarze Katze im Stadtteil, alle zwei Stunden klingelte eine Gruppe Kinder mit einer schwarzen Katze unter dem Arm an meiner Haustür, die glaubten, endlich den Vermissten gefunden zu haben. Ein Happy-End hat die Geschichte auch: Der Kater ist nach seinem Wochenendausflug Sonntagnacht wieder gekommen. Sonja Riedel stammt aus dem nordrhein-westfälischen Werne. Ihr Volontariat bei der SZ hat sie für drei Monate nach Merzig verschlagen. Als Zugereiste schildert sie Eindrücke aus ihrer Wahlheimat.

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