Freude und Humor in der Bischofsmesse

Freude und Humor in der Bischofsmesse

St. Ingbert. Zum Ende des Pontifikalamtes zur Wiederindienstnahme der Josefskirche hat Bischof Karl-Heinz Wiesemann am Sonntagabend Werner Gammel mit der Pirminiusplakette ausgezeichnet (wir berichteten). Mit der höchsten Auszeichnung, die das Bistum Speyer vergibt, wurde das jahrelange Engagement Gammels als Pfarrgemeinde- und Verwaltungsratmitglied in der Pfarrei St. Josef gewürdigt

St. Ingbert. Zum Ende des Pontifikalamtes zur Wiederindienstnahme der Josefskirche hat Bischof Karl-Heinz Wiesemann am Sonntagabend Werner Gammel mit der Pirminiusplakette ausgezeichnet (wir berichteten). Mit der höchsten Auszeichnung, die das Bistum Speyer vergibt, wurde das jahrelange Engagement Gammels als Pfarrgemeinde- und Verwaltungsratmitglied in der Pfarrei St. Josef gewürdigt. Vor allem verwies der Bischof aber auf den hohen Einsatz, den der gelernte technische Kaufmann seit dem Kirchenbrand für den Wiederaufbau der Josefskirche geleistet hat - und damit steht der 70-Jährige nach Einschätzung des Bistums auch stellvertretend für die ungezählten Helfer und Wohltäter, die sich für das Gotteshaus tatkräftig einsetzten.Doch nicht nur für Werner Gammel war der vergangene Sonntag ein "Tag der Freude", wie ihn Pfarrer Arno Vogt schon zu Beginn der Messe beschrieben hatte. Die Erleichterung, dass der jahrelange Wiederaufbau endlich gelungen war, schuf eine besondere Atmosphäre in dem prall gefüllten Kirchenraum. Chor, Orchester und Orgel jubilierten geradezu, auch die Gottesdienstbesucher stimmten nicht allein wegen der ungewohnten Vielzahl inbrünstiger in die Kirchenlieder ein und beteten lauter mit.

Dieser freudigen Stimmung konnten sich dann bei aller offenkundigen Ergriffenheit auch die Redner nicht entziehen, die zu Grußworten an den Ambo traten. Wie Clemens Lindemann fanden sie von der Erinnerung an die Fassungslosigkeit, die der Kirchenbrand 2007 weit über St. Ingbert ausgelöst hatte, schnell den Bogen zu Humor und Freude - oft auch mit Blick auf den freudestrahlenden Pfarrer Vogt. Sein Geschick, Spender für die Kirche zu gewinnen, beschrieb der Landrat in einem aktuellen Vergleich: "Als Finanzminister Griechenlands hätte der Pfarrer die Steuerausfälle durch Spenden reingeholt." In die gleiche Kerbe schlug Ortsvorsteher Ulli Meyer: "Das Werk ist gelungen - auch durch das eine oder andere Extra, das Arno Vogt möglich machte." Vogt wiederum tröstete alle, die keinen Sitzplatz hatten, mit trockenem Humor: "In den Sonntagsgottesdiensten sind üblicherweise stets einige Plätze frei."

Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, die mit hoher Sachkunde zum Christkönigssonntag glänzte, versprach 10 000 Euro von der Landesregierung für die Josefskirche - den gleichen Betrag, den ihr Vorgänger zum Start des Wiederaufbaus locker gemacht hatte. schet

Mehr von Saarbrücker Zeitung