1. Saarland

Freude in Primstal, Sorgenkind Namborn"Unser Einsatz hat sich gelohnt"

Freude in Primstal, Sorgenkind Namborn"Unser Einsatz hat sich gelohnt"

Nonnweiler. "Unser aller Einsatz hat sich gelohnt", freut sich der Nonnweiler Bürgermeister Franz Josef Barth über die 32 Neuanmeldungen an der künftigen Gemeinschaftsschule Primstal. Damit sei er sehr zufrieden. Auch deshalb, weil das selbst gesteckte Ziel von mindestens 25 Anmeldungen in diesem Jahr deutlich überschritten worden sei

Nonnweiler. "Unser aller Einsatz hat sich gelohnt", freut sich der Nonnweiler Bürgermeister Franz Josef Barth über die 32 Neuanmeldungen an der künftigen Gemeinschaftsschule Primstal. Damit sei er sehr zufrieden. Auch deshalb, weil das selbst gesteckte Ziel von mindestens 25 Anmeldungen in diesem Jahr deutlich überschritten worden sei. "Wir müssen aber weiter am Ball bleiben", so der Bürgermeister. Denn die Schülerzahl soll steigen, damit die Schule dauerhaft Bestand haben kann. Barth: "Auf diesem Ergebnis kann man gut aufbauen.""Die Richtung stimmt, die Eltern haben die Chance genutzt, den Standort dauerhaft zu sichern, wenn sich diese Entwicklung in den nächsten Jahren verfestigt", betont auch Landrat Udo Recktenwald als Schulträger. Der gemeinsame Einsatz habe sich offenbar gelohnt. Die 32 Anmeldungen zeigten, so Recktenwald, dass es richtig war, der Schule diese Chance zu geben. Der Landrat: "Wir wollen ein möglichst breites weiterführendes Schulangebot im Landkreis und den Erhalt möglichst aller Standorte, was bei zurückgehenden Schülerzahlen nicht einfach ist." Und weiter: "Um so erfreulicher ist es, dass Eltern und Schule in Primstal diese Chance nun genutzt haben und damit eine Grundlage dafür gelegt haben, in den nächsten Jahren durch veränderte Schülerströme die erforderlichen Schülerzahlen für eine vernünftige und stabile Weiterführung zu erreichen, die auch eine spätere Differenzierung ermöglicht." Dazu könne die jetzt erreichte Anmeldezahl erst der Anfang sein, aber die Richtung stimme. Dieses Ziel gelte für alle Standorte der neuen Gemeinschaftsschule in der Region. vf

St. Wendel. Bis vor wenigen Wochen stand die Eigenständigkeit der künftigen Gemeinschaftsschule Primstal auf der Kippe. Die erste Planung des Bildungsministeriums sah vor, die Schule auslaufen zu lassen. Dann kam ein Dependance-Modell ins Spiel, die Gemeinde Nonnweiler hingegen wollte für die weitere Eigenständigkeit der Schule Geld in die Hand nehmen. Erst mit dem Bruch der Jamaika-Koalition war sicher, dass in Primstal eine eigenständige Gemeinschaftsschule entsteht. Lehrer, Eltern und Gemeinde warben unter den künftigen Fünftklässlern verstärkt für die Schule. Der Einsatz hat sich gelohnt. 32 Kinder sind in Primstal für das kommende Schuljahr angemeldet, 17 mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Damit gibt es in Primstal das erste Mal seit Jahren zwei Eingangsklassen.

Größtes Sorgenkind in der Region ist jetzt die Erweiterte Realschule Namborn mit nur noch zwölf Anmeldungen. Das sind noch einmal sechs weniger als im letzten Schuljahr. Im Schuljahr 2012/2011 gab es noch drei Mal soviel Neuzugänge, nämlich 36. Eine dramatische Entwicklung. Insgesamt haben die Eltern an den Erweiterten Realschulen, den Gesamtschulen und den Gymnasien im St. Wendeler Land 750 Kinder für die fünfte Klasse angemeldet, davon kommen allein in Freisen und Türkismühle 94 aus dem benachbarten Rheinland-Pfalz. Im vergangenen Schuljahr waren es noch 793 Fünftklässler. Der Geburtenrückgang macht sich deutlich bemerkbar und verschärft künftig noch die Wettbewerbssituation an den weiterführenden Schulen.

Die Erweiterten Realschulen und die Gesamtschulen starten im kommenden Schuljahr als Gemeinschaftsschulen. Trotzdem werden beim folgenden Überblick noch die alten Schulformen genannt.

Erweiterte Realschulen: Größte Schule ist hier nach wie vor die ERS Freisen. 121 Schüler haben sich für das kommende Schuljahr angemeldet. Das sind zwölf weniger als im vergangenen Jahr. Eine große Rolle spielt hier wie auch in Türkismühle der Anteil von Kindern aus Rheinland-Pfalz. 40 Neuanmeldungen in Freisen kommen aus dem Nachbarbundesland. An der ERS Theley haben die Eltern 84 Kinder angemeldet, das sind 16 mehr als im vergangenen Schuljahr. Die Erweiterte Realschule St. Wendel verzeichnet nur 31 Anmeldungen, 16 weniger als letzes Schuljahr. Dabei ist St. Wendel die einzige echte Ganztagsschule im Landkreis. Noch einmal die Zahlen der ERS Primstal: 32 (plus 17) und Namborn: 12 (minus 6).

Gesamtschulen: Die meisten Anmeldezahlen aller weiterführenden Schulen kann die Gesamtschule Türkismühle verbuchen. Sie kommt auf 148 neue Fünftklässler, das ist einer weniger als im Schuljahr 2011/2012. Aus Rheinland-Pfalz kommen davon 54 Neuzugänge. Einen deutlichen Rückgang gibt es bei der Gesamtschule Marpingen. Hier haben sich 115 Kinder neu angemeldet, das sind 30 weniger als im vergangenen Schuljahr.

Gymnasien: Freude beim Cusanus-Gymnasium in St. Wendel. Das wollen nach den Sommerferien 79 Fünftklässler besuchen, 20 mehr als vergangenes Schuljahr. Für das Gymnasium Wendalinum haben sich 88 Kinder neu angemeldet, 15 weniger als im Schuljahr 2011/2012. Einen Rückgang gibt es auch beim Arnold-Janssen-Gymnasium, das als Privatschule in Trägerschaft der Steyler Missionare steht. Hier registrierte die Schule 40 Neuanmeldungen gegenüber 56 im vergangenen Schuljahr.

Alle Zahlen beruhen auf Angaben des Schulverwaltungsamtes des Landkreises. In der Auflistung fehlen die Daten der Freien Waldorfschule in Walhausen. Die Zahlen können sich erfahrungsgemäß bis zum Beginn des Schuljahres noch leicht ändern.