Freizeitpark statt Blaufabrik

Freizeitpark statt Blaufabrik

Sulzbach. Es fängt gut an, das neue Jahr. So kam am Freitag Dieter Heckmann mit einem "aufgebrezelten" Stadtplan in die SZ-Redaktion. Dieser Plan des SPD-Vorsitzenden in der Sulzbacher Innenstadt mit ihren 130 Mitgliedern hat Feuer, ohne Zweifel. Er konzentriert sich auf das, was aus der Kommune mal werden könnte. Nicht heute, nicht morgen - aber übermorgen

Sulzbach. Es fängt gut an, das neue Jahr. So kam am Freitag Dieter Heckmann mit einem "aufgebrezelten" Stadtplan in die SZ-Redaktion. Dieser Plan des SPD-Vorsitzenden in der Sulzbacher Innenstadt mit ihren 130 Mitgliedern hat Feuer, ohne Zweifel. Er konzentriert sich auf das, was aus der Kommune mal werden könnte. Nicht heute, nicht morgen - aber übermorgen.An Nüchternheit nicht zu überbieten, wird Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt folgendes Zitat nachgesagt: "Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen". Wer aber keine Visionen hat - könnte man dem entgegen halten - macht sich keine weitreichenden Gedanken über die Zukunft und ihre Chancen. Und so entwickelte Heckmann auf dem Papier Ideen, die ein hohes Maß an Aufmerksamkeit verdienen.

Erstmal als Einzelkämpfer, demnächst auch in der Diskussion mit anderen interessierten Leuten - zwangsweise nicht nur Genossen - hat er den "Freizeitpark Blaufabrik" ins Leben gerufen. Vornehmlich geht es um das Gelände der ehemaligen Fabrik sowie des nun endgültig geschlossenen Freibades - ein durchaus interessantes, in seinen Umrissen entlang des Autobahnzubringers L 126 an eine Amöbe erinnerndes Areal. Im Norden begrenzt vom Stadtpark, in östlicher Richtung vom Bruchwald, im Süden vom Sulzbacher Weg und westlich vom Neuweiler Tal, könnte daraus eine attraktive "Spielwiese" erwachsen.

Dieter Heckmann - beruflich ist er Prokurist bei der Kommunalen Dienstleistungsgesellschaft (KDI) - hat das Gelände schon zusammenhängend zum Freizeitpark mit vielen Möglichkeiten ausgerufen. Vorstellbar, sagt er in Hinblick auf die Innenstadt-Entwicklung, sei, "um im Wettbewerb mit unseren Nachbarstädten mitzuhalten", ein zentraler Freizeit- und Erholungsbereich mit Angeboten für Kinder und Jugendliche, aber auch für die älteren Semester. Hierfür habe er konkrete Vorschläge erarbeitet. Heckmann legt aber gesteigerten Wert darauf, dass die Bürger mitreden. Jeder, der daran Interesse hat, ist herzlich eingeladen. Flugblätter, die das Vorhaben beschreiben, sollen entworfen und verteilt werden. Und: Es soll eine Sitzung geben für die Bürger, die ihre eigenen Ideen einbringen möchen (Termin wird noch bekannt gegeben).

Was dem SPD-Vorsitzenden beispielsweise vorschwebt, ist ein Multifunktionsfeld, das sich im Winter zur Eislauffläche umwandeln ließe - gemäß Vorschlag eines Bürgers aus Quierschied(!). Denkbar für den 52-Jährigen sind auch Minigolf- und Boulebahn, eine Musikbühne, Grillhütte und kleiner Campingplatz und vielleicht auch ein Kletterpark. Wie gesagt, die Vorstellungen sind noch am reifen in einem Gebiet, das auch an Bewässerung nicht arm ist. Schließlich fließt hier der Blaubach durch. "Das Ganze sollten wir, gut vorbereitet, zügig angehen", sagt Heckmann, in der Hoffnung, dass Stadtrat und Verwaltung sich für seine Pläne begeistern lassen. "Zusammen statt allein", lautet so die Devise.

Längst nicht mehr nutzbar ist das Gemäuer der ehemaligen Blaufabrik. Foto: Fred Kiefer.

Kontakt: Dieter Heckmann, Tel. (0 68 97) 502 14 92; E-Mail: heckmann.bud@web.de

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