Freisen hat im Derby-Krimi die schlechteren Nerven

Freisen hat im Derby-Krimi die schlechteren Nerven

Freisen. Ein Wechselbad der Gefühle erlebten die Trainerinnen der Volleyballerinnen des SSC Freisen, Brigitte Schumacher, und des TV Lebach, Jana Ligensa, beim Saar-Derby ihrer beiden Mannschaften in der Regionalliga Südwest. Am Ende setzten sich die Gäste aus Lebach in einer packenden Begegnung, die erst nach zwei Stunden entschieden war, mit 3:2 Sätzen durch

Freisen. Ein Wechselbad der Gefühle erlebten die Trainerinnen der Volleyballerinnen des SSC Freisen, Brigitte Schumacher, und des TV Lebach, Jana Ligensa, beim Saar-Derby ihrer beiden Mannschaften in der Regionalliga Südwest. Am Ende setzten sich die Gäste aus Lebach in einer packenden Begegnung, die erst nach zwei Stunden entschieden war, mit 3:2 Sätzen durch. Lebach bleibt mit 6:2 Punkten aus vier Saisonspielen als Tabellenfünfter oben dran, Freisen steht mit 2:8 Zählern aus fünf Begegnungen als Drittletzter auf Rang sieben.

Zu viele Aufschlagfehler

Im ersten Satz lieferten sich die beiden Rivalen ein Duell auf Augenhöhe. "Leider haben wir aber zu viele Aufschlagfehler gemacht, das war letztendlich ausschlaggebend in diesem Durchgang", erklärte SSC-Trainerin Schumacher. Denn am Ende holten sich die Gäste den Satz mit 25:20.

Zu Beginn des zweiten Satzes steigerten sich die Gastgeberinnen. Freisen führte mit 9:1 und 14:4. Der Satzausgleich schien nur noch Formsache. Doch die Lebacherinnen zeigten sich kämpferisch. Alica Zimmer gelangen viele Asse - und so kamen sie noch einmal heran. Die Mannschaft von Ligensa holte sich den Durchgang mit 27:25 und führte damit mit 2:0 nach Sätzen. "Solch eine hohe Führung in einem Satz darf man einfach nicht mehr herschenken", sagte Schumacher verärgert. "Die Aufholjagd von meinen Spielerinnen war richtig Klasse", erklärte dagegen Ligensa erfreut. Doch was sich danach abspielte, machte der Lebacher Trainerin wenig Freude. Freisen zeigte sich vom Rückschlag des verlorenen zweiten Satzes unbeeindruckt und gewann den dritten Durchgang mit 25:20. Auch Satz vier ging mit 25:21 an die Akteurinnen von Schumacher. Der 2:2-Satzausgleich war geglückt.

Der Tie-Break musste entscheiden. Und das brachte Ligensa mächtig auf die Palme. Lautstark wusch sie ihren Spielerinnen den Kopf. "Wenn ich nach einem solchen Spielverlauf keine Emotionen zeigen würde, wäre ich als Trainerin fehl am Platz. Nach der 2:0-Satzführung haben wir einfach zu wenig gemacht - und das hat mir nicht gefallen", sagte sie. Ihr Donnerwetter zeigte Wirkung. Zwar fand Freisen besser in den Tie-Break und führte nach den ersten vier Ballwechseln mit 3:1. Doch dann kam Lebach und plötzlich hieß es 3:8. Diese Führung ließ sich der TV nicht mehr nehmen - am Ende hieß es 15:8 für die Gäste aus Lebach.

Schumacher lobt Moral

"Wir haben nach den zwei ersten Sätzen eine tolle Moral bewiesen, aber leider hat letztendlich die höhere Fehlerquote von uns den Ausschlag zu Gunsten von Lebach gegeben", zog Freisens Trainerin Schumacher Bilanz. "Wir haben über den Kampf gewonnen, aber es war ärgerlich, dass wir über fünf Sätze gehen müssen", meinte ihr Lebacher Gegenüber Ligensa.

Doreen Werth vom SSC Freisen überwindet den Block des TV Lebach mit Anika Krämer, Anna Wilhelm und Rebecca Klein (von links) - doch der SSC zog mit 2:3 Sätzen den Kürzeren. Foto: Bonenberger & Klos.

Der TV Lebach ist am morgigen Samstag um 19 Uhr in einem weiteren Saar-Derby beim Tabellendritten TV Holz zu Gast. Der SSC Freisen hat bis zum 18. November spielfrei. Dann ist er beim Tabellensechsten SSC Bad Vilbel zu Gast.