Freisen fährt zur deutschen Meisterschaft

Freisen. Brigitte Schumacher, Volleyball-Trainerin beim SSC Freisen, hatte vor Wochen einen Traum. Der Traum handelte davon, dass ihr noch ein großer Coup bevorsteht

 Brigitte Schumacher (links) und ihr Team haben nach dem Husarenstück von Neuwied allen Grund zum Jubeln. Foto: Verein

Brigitte Schumacher (links) und ihr Team haben nach dem Husarenstück von Neuwied allen Grund zum Jubeln. Foto: Verein

Freisen. Brigitte Schumacher, Volleyball-Trainerin beim SSC Freisen, hatte vor Wochen einen Traum. Der Traum handelte davon, dass ihr noch ein großer Coup bevorsteht. Am wenigsten rechnete sie allerdings damit, dass dieser bei den südwestdeutschen Meisterschaften der U20 in Neuwied wahr werden würde, gingen dort doch der einheimische VC Neuwied als Meister aus Rheinland-Pfalz und Hessenmeister TV Biedenkopf als große Favoriten in das Turnier.Doch Schumachers Team startete gut ins Turnier: Zum Auftakt gegen den Vizemeister aus Rheinland-Pfalz, den TVSgg Stadecken-Elsheim, zeigten die SSC-Mädels von Anfang an, wer Chef auf dem Feld ist und ließen dem Gegner nicht den Hauch einer Chance. Am Ende gelang ein deutlicher 2:0-Erfolg (25:15 und 25:17). Im nächsten Spiel war dann der haushohe Favorit TV Biedenkopf der Gegner. In deren Reihen standen unter anderem die 1,93 Meter große Nationalspielerin Leonie Schwertmann sowie die deutsche Meisterin im Beachvolleyball, Sarah Schneider. Erwartungsgemäß war der Favorit eine Nummer zu groß für Freisen, Biedenkopf siegte am Ende glatt mit 25:13 und 25:21.

Im Halbfinale wartete dann Gastgeber VC Neuwied, der seine Gruppe zuvor deutlich dominiert hatte. Doch ausgerechnet in dieser Partie sollten die Freisenerinnen über sich hinaus wachsen. Der erste Satz ging noch mit 25:16 an die Gastgeber. Durchgang zwei war bis gegen Ende ausgeglichen, als Doreen Werth mit einer tollen Angabenserie für die Entscheidung zu Gunsten von Freisen sorgte. Der dritte Satz musste die Entscheidung bringen. Beim Stand von 8:6 für Neuwied wurden letztmals die Seiten gewechselt, dem Heimteam sollten danach jedoch nur noch zwei Punkte gelingen. Mit unbändigem Willen in der Abwehr wurden die Neuwieder Angriffe entschärft und zu eigenen Gegenangriffen genutzt. Mit spektakulären Blockaktionen und zielgenauen Angaben zermürbte Freisen den Gegner. Der Endstand von 15:10 spricht eine deutliche Sprache.

Damit stand Freisen im Finale - und hatte die Fahrkarte zu den deutschen Meisterschaften im bayerischen Vilsbiburg bereits gelöst. Im Finale traf Freisen dann überraschend auf den TV Lebach, der Biedenkopf aus dem Rennen geworfen hatte. Ein rein saarländisches Endspiel hatte es in der Geschichte der südwestdeutschen Meisterschaften noch nie gegeben. Bis zur Mitte des jeweiligen Satzes verlief die Partie ausgeglichen, ehe Lebach mit zwei Aufschlagserien davonziehen konnte und am Ende einen 2:0-Erfolg feierte. Die deutschen Meisterschaften finden nun am 21. Mai statt. red

Für den SSC Freisen spielten: Doreen Werth, Laura Bur, Chantal Gelzleichter, Vanessa Fox, Kim Schwan, Leonie Dewes, Neike Barthold, Angelina Klein, Jana Schmitt, Charline Schad, Myriam Schmitt, Celina Becker.

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