Freie Wähler fühlen sich stark

Regionalverband. Die Freien Wähler (FW) werden noch in diesem Monat eine Liste für die Wahl der Regionalversammlung am 7. Juni aufstellen. Das hat der Landesvorsitzende der FW, Hermann Kreis (Foto: ols), angekündigt

Regionalverband. Die Freien Wähler (FW) werden noch in diesem Monat eine Liste für die Wahl der Regionalversammlung am 7. Juni aufstellen. Das hat der Landesvorsitzende der FW, Hermann Kreis (Foto: ols), angekündigt. Er sieht ebenso wie Professor Bernd Richter (Foto: ols), der in Saarbrücken zur Stadtratswahl mit der Wahlplattform Freie Wähler/Bürgerbündnis antreten will, gute Chancen für einen Wahlerfolg.Richter und Kreis begründen ihre Hoffnung auf ein gutes Ergebnis so: In Saarbrücken, Großrosseln, Sulzbach und Quierschied gibt es bereits Freie-Wähler-Gruppen. In Kleinblittersdorf und Friedrichsthal werde zurzeit an der Gründung gearbeitet. Bis zur Wahl seien die Freien Wähler also fast flächendeckend im Regionalverband organisiert."Bewusst Abstand genommen" habe der FW-Landesvorstand von einer Neugründung in Völklingen. Dort seien ehemalige NPD-Aktivisten, die sich offenbar mit ihrer Partei verkracht haben, daran interessiert, als Freie Wähler anzutreten. Davon distanzieren sich Kreis und Richter klar. "Bei uns haben nur Leute Platz, die mit beiden Füßen auf der saarländischen Verfassung und dem Grundgesetz stehen", sagen sie. Für Extremisten von rechts oder links seien die Freien Wähler nicht offen. "Versuche von NPD-Leuten in Völklingen wurden zurückgewiesen", sagt Richter.Richter und Kreis sind überzeugt, dass die Art der Freien Wähler, Politik ohne Rücksicht auf Parteiinteressen zu machen, ankommt. Das zeige sich sehr deutlich in Quierschied. Dort, in der Heimatgemeinde von Innenmininster Klaus Meiser, mache die CDU längst Politik gegen jede Vernunft und an den Interessen der Bürger vorbei. So seien die Freien Wähler entstanden.Richter räumt ein, dass es "in der anonymen Großstadt" schwieriger ist, Stimmen zu bekommen, als auf dem Land, wo jeder Kandidat fast jedem Bürger bekannt ist. "Aber wer die Stadt hat, hat das Land", sagt Richter. Deshalb werde seine Organisation in Saarbrücken einen besonders engagierten Wahlkampf führen. "Wir haben niemanden zu decken. Wir können die Themen anpacken, die weh tun", sagt Kreis.Richter warnt CDU und FDP davor, noch vor der Kommunalwahl im Stadtrat einen neuen Bürgermeister zu wählen. Ein solcher Bürgermeister könne vom neuen Stadtrat nämlich wieder abgewählt werden, erklärt der Jurist.

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