Frauen kümmern sich um die Mariengrotte

Frauen kümmern sich um die Mariengrotte

Eckelhausen. In diesem Jahr ist es genau 60 Jahre her, dass der Eckelhauser Alois Klasen die Initiative für den Bau einer Lourdesgrotte im Dorf ergriff. Damit sich die Einwohner ein Bild von seinem Vorhaben machen konnten, bastelte er aus Kieselsteinen zunächst ein Modell

Eckelhausen. In diesem Jahr ist es genau 60 Jahre her, dass der Eckelhauser Alois Klasen die Initiative für den Bau einer Lourdesgrotte im Dorf ergriff. Damit sich die Einwohner ein Bild von seinem Vorhaben machen konnten, bastelte er aus Kieselsteinen zunächst ein Modell. Nachdem die damals noch selbstständige Gemeinde Eckelhausen eine kleine Parzelle im Mauergarten gekauft hatte, begannen im Frühjahr 1953 die Arbeiten zum Bau der Grotte. Schon im Mai war sie fertig und mit einer Terrakotta-Figur der Mutter Gottes ausgestattet. Frauen aus dem Dorf kümmerten sich um die Pflege der Anlage. 1978 wurde der Eckelhauser Frauenverein gegründet. Ab diesem Zeitpunkt sorgten sich die Mitglieder des Vereins um das schöne Aussehen der Grotte. Weil die geringen Mitgliedsbeiträge nicht ausreichten, beteiligen sich die Frauen bis heute an Vereinsfesten, um mit den Erlösen die anfallenden Kosten decken zu können.Unmittelbar hinter der Grotte erhebt sich ein Turm. Die darin hängende Glocke wurde 1935 in Saarburg gegossen und läutete bis 1968 im Dachreiter der Volksschule. Sieben Jahre lang fristete sie danach am Feuerwehrhaus ein tristes Dasein und wurde dann in das Türmchen gehängt. Seither läutet die Glocke, wenn im Dorf jemand verstorben ist. Sie muss noch von Hand in Gang gesetzt werden. Der Frauenverein hat die Absicht, ein elektrisches Läutewerk installieren zu lassen, damit künftig auch mittags und abends geläutet werden kann.

Bereits vor 15 Jahren hat der Verein das nicht so ansehnliche Stahlgerüst des Glockenturmes mit Schiefer verkleiden lassen. Vor zwei Jahren bezahlten die Frauen, die öfter vom Ortsrat unterstützt werden, eine neue Mauer, welche die Grotte zur Straße hin abgrenzt.

Die Terrakottafigur der Mutter Gottes war später durch eine Gipsfigur ersetzt worden, die aber nicht witterungsbeständig war. Seit zehn Jahren ziert eine marmorne Mutter Maria die Anlage. Zu ihren Füßen betet die heilige Bernadette, der die Mutter Gottes 1858 in Lourdes erschienen war. Die Skulptur des Mädchens wird den Winter über durch eine Haube aus Plexiglas geschützt. Am 20. Mai wird um 15.30 Uhr an der Grotte wieder eine Maiandacht gehalten. Eine Lichterprozession geht am Fest Maria Geburt am 8. September von Bosen aus dorthin. Irmgard Finkler neötigt von ihrem Haus aus nur ein paar Schritte zur Mutter Gottes: "Hier bin ich immer gerne und verweile für einige Minuten in aller Stille", sagte sie im Gespräch mit der SZ. Die Vereinsvorsitzende Ursula Wilhelm hofft, dass die Mitglieder sich noch lange um die Pflege der schönen Anlage kümmern können.

Mehr von Saarbrücker Zeitung