Frau Holle beschert Kreis Neuschnee

Frau Holle beschert Kreis Neuschnee

Mit einiger Macht hat sich gestern der Winter in unserer Region zurückgemeldet - aber die meisten Verkehrsteilnehmer konnte das nicht ins Schleudern bringen: Seit den frühen Morgenstunden schneite es im Landkreis Merzig-Wadern, zwar waren die Schneefälle nicht übermäßig heftig, aber doch sehr ausdauernd

Mit einiger Macht hat sich gestern der Winter in unserer Region zurückgemeldet - aber die meisten Verkehrsteilnehmer konnte das nicht ins Schleudern bringen: Seit den frühen Morgenstunden schneite es im Landkreis Merzig-Wadern, zwar waren die Schneefälle nicht übermäßig heftig, aber doch sehr ausdauernd. Und so bildete sich schon bald eine geschlossene Schneedecke auf Straßen und Wegen, was den Streu- und Räumdiensten und vielen Grundstücksbesitzern viel Arbeit beim Schneeräumen und Streuen bescherte. Nur Blechschäden Trotz der winterlichen Straßenverhältnisse kamen die Autofahrer im Kreis bis zum Abend offenbar gut mit den Bedingungen zurecht: So vermeldete die Polizei-Inspektion Wadern gestern Nachmittag auf SZ-Anfrage keinen einzigen witterungsbedingten Unfall. Zwar gebe es in weiten Teilen des Hochwaldraumes geschlossene Schneedecken auf den Straßen, was den Verkehr entsprechend beeinträchtige. Zu besonderen Zwischenfällen sei es jedoch nicht gekommen.Etwas mehr Arbeit mit dem Wetter hatten die Beamten der Polizei-Inspektion Merzig: Hier wurden vom frühen Morgen bis in den Nachmittag hinein acht witterungsbedingte Unfälle registriert, die aber allesamt ohne Personenschäden endeten. In vielen Fällen handelte es sich um Alleinunfälle, in die nur ein Fahrzeug verwickelt war. Und auch dort, wo mehrere Fahrzeuge beteiligt waren, blieb es bei Blechschäden. Drei Mal krachte es wegen der rutschigen Straßen im Bereich der Stadt Merzig, zwei Mal in Perl (und zwar in Oberperl und Oberleuken), ein Mal in Mettlach und ein Mal auf der früheren B 51 kurz vor Beckingen. Auch auf der Autobahn A8 nach und von Luxemburg lief der Verkehr weitgehend störungsfrei. Einen einzigen witterungsbedingten Unfall registrierte die Polizei dort: Gegen 13.30 Uhr war ein Pkw in Fahrtrichtung Saarlouis auf leicht abschüssiger Strecke, bedingt durch die glatte Straße, gegen die Leitplanke gerutscht, schlitterte zurück auf die Straße und stieß dann erneut gegen die Leitplanke. Der Sachschaden belief sich bei diesem Unfall auf rund 6500 Euro. In einem anderen Fall mussten die Beamten einem Pkw-Fahrer zu Hilfe eilen, dessen Reifen geplatzt war. Hier sicherte die Polizei die Pannenstelle ab, bis der Reifen gewechselt worden war - allerdings hatte dieser Einsatz mit dem Wetter nichts zu tun. Ansonsten habe es auf der Autobahn trotz der schwierigen Straßenverhältnisse keine größeren Beeinträchtigungen oder Zwischenfälle gegeben, hieß es von Seiten derPolizei.Im öffentlichen Busverkehr im Landkreis gab es nach Auskunft der zuständigen Nahverkehrsgesellschaft Saarpfalz-Bus zwar teilweise erhebliche Verspätungen, weil Schneeverwehungen und glatte Straßen den Bussen das Vorankommen erschwerten. Dass aber bestimmte Strecken überhaupt nicht befahrbar waren und Verbindungen ausfallen mussten, wie es im Raum Saarbrücken gestern Morgen vorgekommen war, sei im Kreis Merzig-Wadern nicht geschehen.Bauhof früh im Einsatz Viel Arbeit bedeutete das Winterwetter allerdings für die Räumdienste: Allein im Bereich der Stadt Merzig war der Bauhof ab sieben Uhr früh, als der Schneefall eingesetzt hatte, mit 20 Mitarbeitern und neun Winterdienst-Fahrzeugen im Einsatz. Und dabei kümmerte sich der Merziger Bauhof lediglich um jene Straßen, die in der Unterhaltungslast der Stadt liegen, also kommunale Straßen: Landes- und Bundesstraßen sowie die Autobahnen fallen in die Zuständigkeit des Landesbetriebes für Straßenbau.

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