Wettstreit mit Valencia Ford-Werk Saarlouis zittert weiter – Hans und Rehlinger stehen „an der Seite der Beschäftigten“

Saarlouis · Das Ford-Werk Saarlouis zittert um seinen Fortbestand – und tritt dabei gegen den Standort in Valencia an. Beide Standorte mussten gerade ein Konzept vorlegen. Nun haben sich Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) und dessen Stellvertreterin Anke Rehlinger zu Wort gemeldet. Ihre Botschaft ist klar.

Ford-Werk Saarlouis: Statement von Tobias Hans und Anke Rehlinger
Foto: BeckerBredel

Saarlouis oder Valencia? Beide Ford-Werke mussten vor wenigen Tagen ein überzeugendes Konzept für eine E-Auto-Fabrik vorlegen. Das hatten die Manager des Konzerns gefordert. Die Botschaft dahinter ist unmissverständlich: Am Ende wird nur ein Standort den Zuschlag erhalten – dem anderen droht stattdessen bald das Aus.­ Der Showdown ist nun eingeläutet, die Vergabe hart umkämpft. „Ford hetzt die Fabriken in Valencia und Saarlouis gegeneinander auf“, lautete eine Schlagzeile aus einer spanischen Tageszeitung.

Nun haben sich Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) und Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) zu Wort gemeldet – und sich deutlich zum Saarlouiser Standort bekannt:  „Das Saarland steht mit aller Kraft zu Ford, an der Seite der Beschäftigten und kämpft um die Zukunft des Standortes Saarlouis“, sagen der CDU- und die SPD-Vorsitzende in einer gemeinsamen Mitteilung. Es ist das erste gemeinsame Statement der beiden.

Hans und Rehlinger – Ford-Werk Saarlouis bietet „sehr gute Standortargumente“

Für Hans und Rehlinger bietet Saarlouis „sehr gute Standortargumente“. Der Grund? „Mit der Ansiedlung einer Batteriefabrik, den bestehenden automobilen Wertschöpfungsketten des Landes, einer ausgestreckten Hand im Bereich Transformation und Qualifizierung, der Exzellenz im industriellen, technologischen und wissenschaftlichen Knowhow und klaren Unterstützungs-Zusagen durch Land und Bund legen wir im Wettbewerb mit anderen Standorten ein starkes Gesamtangebot auf den Tisch.“

Ford in Saarlouis? „Beste Bedingungen für das Auto der Zukunft“

Vor diesem Hintergrund spreche sehr viel für den Erhalt des Saarlouiser Ford-Werks: „Die Landesregierung hat alles auf den Tisch gelegt, was möglich ist und liefert damit einen starken Baustein."  Hinzu kommen die „Beiträge der Arbeitnehmerschaft und das  Konzept des Werkes selbst.“

Das Resümee von Hans und Rehlinger fällt dementsprechend positiv aus: „Wenn es darum geht, das Auto der Zukunft zu bauen, bietet das Saarland beste Bedingungen.“

(smz)