Fluglärm vermiest Ferien

Fluglärm vermiest Ferien

Losheim am See. Ferien im Landkreis Merzig-Wadern. Doch der anhaltende Militär-Fluglärm vermiest Katrin Hanowski aus Losheim am See die Stimmung. "Seit Dienstag wird wieder jeden Tag geflogen", sagt die Betreiberin von zwei Ferienwohnungen, "und am Freitag waren die Manöver so lange und so laut wie lange nicht mehr

Losheim am See. Ferien im Landkreis Merzig-Wadern. Doch der anhaltende Militär-Fluglärm vermiest Katrin Hanowski aus Losheim am See die Stimmung. "Seit Dienstag wird wieder jeden Tag geflogen", sagt die Betreiberin von zwei Ferienwohnungen, "und am Freitag waren die Manöver so lange und so laut wie lange nicht mehr." Hanowski ist seit 2001 in der Bürgerinitiative gegen Fluglärm, Bodenlärm und Umweltverschmutzung engagiert. Die meldete heute Morgen auf ihrer Webseite fluglaerm.saar.de: "Ab 8.20 Uhr in der Westpfalz, ab 8.30 Uhr im nördlichen Saarland: Luftkämpfe mit Nachbrenner." Jeden Tag gibt es solche Meldungen, die Gegenden um St. Wendel und Losheim sind besonders betroffen von den Flugübungen der Luftwaffe und der US-Streitkräfte in Spangdahlem. Eine Reihe von Maßnahmen war beim letzten Treffen von Vertretern des Verteidigungsministeriums, der Bundeswehr und des US-Militärs im Februar beschlossen worden, um die Situation der Bürger zu entspannen. Darunter war die Reduzierung der Übungsflüge unter 3000 Metern und, wenn solche Flüge doch notwendig sind, die Reduzierung auf 20 Minuten an einem Ort. Ein erneutes Treffen und die Überprüfung der Maßnahmen war bis Ende Juni vorgesehen, erklärte Innenminister Klaus Meiser (CDU) damals.Bis heute gab es ein solches Nachfolgetreffen nicht. Wie Anne Richter vom saarländischen Innenministerium gegenüber der SZ am Freitag mitteilte, wird das nächste Treffen der Kommission voraussichtlich im Herbst stattfinden. Bisher liegen demnach keine Auswertungen über die Wirksamkeit der angekündigten Veränderungen vor. "Wir versuchen die Lage der Bewohner zu verbessern", so Richter, "aber es ist auch klar, dass in jedem Fall weiter geflogen werden wird."Katrin Hanowski verlangt, dass der Lärm wenigstens gleichmäßig auf ganz Deutschland verteilt wird. "Es ist ja mittlerweile belegt, dass wir hier besonders stark betroffen sind." Am Freitag stand sie den ganzen Tag im Kontakt mit dem Bürgertelefon des Innenministeriums. Und wird weiter gegen den Lärm kämpfen. Bürgertelefon: Telefonnummmer (0681) 50 12 900.

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