Viel Kritik im Netz „Fressen bis zum Kotzen ist nicht mehr zeitgemäß“ – Globus sagt Fleichkäsweck-Wettessen ab

Homburg · Mit einem Fleischkäsweck-Wettstreit wollte Globus an den Start. Doch die in Homburg geplante Aktion ist nun abgesagt.

Fleichkäsweck-Wettessen in Homburg-Einöd abgesagt: Der Grund
Foto: Globus

Eingefleischte Fleischkäsweck-Fans im Saarland müssen jetzt stark sein: Das eigentlich für den 8. Juli geplante Fleischkäsweck-Wettessen im Globus Homburg-Einöd findet nun doch nicht wie geplant statt. Das teilte die Globus-Filiale Homburg-Einöd auf ihrer Facebook-Seite mit. Warum der Wettstreit abgesagt wurde, ist dem Post nicht zu entnehmen.

Werbeaktion stößt auf viel Kritik

Bei dem Wettstreit sollte derjenige zum Sieger gekürt werden, der am schnellsten drei gewaltige Fleischkäsweck verspeisen kann. Bereits im Vorfeld stieß die Werbeaktion des Unternehmens aus St. Wendel im Netz auf viel Kritik (die SZ berichtete). „Das große Fressen muss wirklich nicht sein. Dafür sind Nahrungsmittel zu schade. Hört auf mit dem Quatsch“, schrieb ein Kommentator unter den Facebook-Beitrag.

Auch in den Kommentaren unter jüngsten Absage-Post der Warenhauskette machen einige Nutzer deutlich, was sie von der Aktion halten. „Ich fand die Idee eines ‚Wettfressens‘ nicht besonders originell und schon gar nicht geschmackvoll. Fressen bis zum Kotzen ist nicht mehr zeitgemäß“, schreibt ein Nutzer. Das sieht auch ein anderer Nutzer so und schreibt: „Ich bin gegen Gängelei und es muss auch nicht alles verboten werden. Aber ob es ein Wettfressen sein muss, wo es Menschen gibt die hungern, kann schon angesprochen werden. Ästhetisch ist es auf keinen Fall.“ Eine andere Nutzerin schreibt: „Na ja, wird wohl den Vegetarier, Veganern und den grünen Linken wohl gegen den grünen Strich gegangen sein. Dann wird‘s abgesagt, bevor die Anti-Fleischkäse-Festkleber kommen und den Globus Eingang zukleben.“

Bilder des Tages aus dem Saarland, Deutschland und der Welt
55 Bilder

Bilder des Tages

55 Bilder
Foto: dpa/Patrick Pleul

Unternehmen gibt keine genaue Erklärung für Absage

Beim Überfliegen der Kommentare wird auch deutlich, dass sich sich einige eine Erklärung für die Absage gewünscht hätten. „Find ich sehr Schade und eine Begründung wäre sehr schön gewesen“, ist unter dem Post zu lesen. Das Unternehmen selbst teilte auf SZ-Anfrage lediglich mit, dass die Veranstaltung sich aus „organisatorischen Gründen nicht durchführen lässt und daher bis auf weiteres ausgesetzt werden muss“. Ob die Absage mit den zahlreichen negative Kommentaren nach der Ankündigung zu tun hat, oder es schlichtweg zu wenige Anmeldungen gab, bleibt offen.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort