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FFP2-Maskenpflicht im Saarland – Saar-Regierung will ärmeren Menschen helfen

Etwa 450 000 Masken : Nach FFP2-Maskenpflicht – Saar-Regierung will Menschen mit geringen finanziellen Mitteln unterstützen

Seit Mittwoch gilt im Saarland die FFP2-Maskenpflicht. Nun will die Landesregierung um CDU und SPD den Zugang dazu für ärmere Menschen erleichtern. Was die Verantwortlichen vorhaben.

Gefordert hatten das bereits die Grünen und die Linken im Saarland – und nun hat sich die Landesregierung aus CDU und SPD zu diesem Schritt durchgerungen. Ihr Versprechen? Menschen mit geringen finanziellen Mitteln soll fortan der Zugang zu FFP2-Masken erheblich erleichtert werden. Deshalb „stellen wir über die Landkreise und den Regionalverband FFP2-Masken zur Verfügung. Das Tragen von FFP2-Masken schützt besser vor einer Infektion. Dabei darf es aber nicht von der jeweiligen finanziellen Situation abhängen, ob man diesen Schutz hat oder nicht“, sagt die saarländische Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU).

Nach SZ-Informationen handelt es sich um 450 000 Masken. „Wie die FFP-2 Masken genau verteilt werden, liegt in der Zuständigkeit der Landkreise“, sagt ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Das gelte auch in der Frage, welche Menschen von diesem Angebot überhaupt Gebrauch machen dürfen. Der Grund: „Die Landkreise kennen die Anspruchsberechtigten vor Ort und damit ist die Koordination und Organisation der Verteilung am einfachsten.“

Die Maskenpflicht im Saar-Einzelhandel und ÖPNV war am Dienstag verkündet worden und trat bereits an diesem Mittwoch in Kraft. Diese Neuregelung ist eine Reaktion der Landesregierung auf ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts, das am vergangenen Freitag die bis dahin geltende 2G-Regel im Saar-Einzelhandel gekippt hatte.

 Saarlands Minister Jost sieht in der Maßnahme ein klares Zeichen

Mit der Maßnahme, dass ärmere Menschen im Saarland schneller und einfacher an FFP2-Masken kommen sollen, sendet die Landesregierung laut Verbraucherschutzminister Reinhold Jost (SPD) ein klares Zeichen: „Wir stellen mit diesem Angebot wiederholt unter Beweis, dass die Ausstattung mit sicheren, zertifizierten Masken keine Frage des Geldbeutels ist. Alle Bürgerinnen und Bürger müssen – gut geschützt – weiterhin am öffentlichen Leben teilnehmen können“, stellt Jost klar.

 Mehr also 2000 Corona-Infizierte  – Angst vor Krankenhaus-Überlastung

Aktuell infizieren sich weitaus mehr Menschen als in allen anderen Phasen der Pandemie – alleine gestern meldeten die saarländischen Gesundheitsämter insgesamt wieder über 2000 neue Fälle. Weil damit die Krankenhäuser bald wieder überlastet sein könnten, hat sich die saarländische Landesregierung auf Rat des Expertenrates der Bundesregierung dazu entschieden, eine FFP2-Maskenpflicht in Ladenlokalen und im ÖPNV einzuführen.

(smz)