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FFH fordert: Neuer Standort für Kombibad muss her

FFH fordert: Neuer Standort für Kombibad muss her

Nach Bekanntwerden der möglicherweise entstehenden Grundwasser-Problematik beim geplanten Kombibad an der „Hinkelsbix“ (wir berichteten) fordert die Fraktion für Homburg (FFH) eine umfassende Aufklärung. „Ich kann in Moment keine Genugtuung darüber empfinden, dass die FFH den Standort für ungeeignet hielt und jetzt bestätigt wird.

Die Fassungslosigkeit über die handwerklichen Fehler in der allgemeinen Bauplanung überwiegt", so FFH-Sprecher Peter Müller in einer Pressemitteilung. Wieder einmal sei der Stadtrat nicht informiert worden. Das Image der Stadt als moderner Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort sei ernsthaft in Gefahr, wenn die Stadtverwaltung sich solch grobe Schnitzer und Fahrlässigkeiten in regelmäßigen Abständen erlaube.

Die Liste der Fehlleistungen der aktuellen Stadtspitze werde immer länger. Müller nennt das Erbacher Sportzentrum, dessen Renovierung statt geschätzten mehreren Millionen Euro jetzt nur noch 30 000 Euro kosten soll. Beim Musikpark sei das Investitionsvolumen auf über drei Millionen gestiegen. "Letzte Woche sollte der Bau einer Kindertagesstätte St. Michael an einem völlig ungeeigneten Platz am Forum durchgeboxt werden, und nun kommt als Krönung heraus, dass das Kombibad an einer ungeeigneten Stelle geplant wurde".

Um den Schaden zu begrenzen, fordert die FFH, umgehend mit einer neuen Standortsuche für das Kombibad zu beginnen, bevor es am Ende zu spät sei und Homburg vielleicht gar kein Bad bekomme. "Die Vorschläge für ein gemeinsames Bad mit Bexbach gehören nun wieder schnellstens auf den Tisch. Der Standort ,Hinkelsbix' war ungeeignet und wird nur mit untragbarem finanziellen Mehraufwand zu realisieren sein." Die Linken-Fraktion fordert derweil in einem Dringlichkeitsantrag die Verwaltung dazu auf, in der Ratssitzung am Donnerstag "im vollen Umfang über die Irritationen aufzuklären", so Vorsitzende Barbara Spaniol.

Wie unsere Zeitung gestern berichtete, sollen die Kombibad-Planungen der Stadt auf einem 30 Jahre alten Bodengutachten basieren. Oberbürger Karlheinz Schöner sieht die Planungen für das Kombibad weiter auf einem guten Weg, wie er gestern sagte. Er glaubt auch nicht an Mehrkosten, die wegen der Thematik entstehen könnten.