1. Saarland

Feuerwehr verhindert Katastrophe

Feuerwehr verhindert Katastrophe

Quierschied/Camphausen. Dank des raschen und entschlossenen Eingreifens der Löschbezirke Fischbach und Quierschied der Freiwilligen Feuerwehr konnte in der Nacht zum Sonntag eine drohende Katastrophe verhindert werden

Quierschied/Camphausen. Dank des raschen und entschlossenen Eingreifens der Löschbezirke Fischbach und Quierschied der Freiwilligen Feuerwehr konnte in der Nacht zum Sonntag eine drohende Katastrophe verhindert werden. Auf der Wiese zwischen der alten Turnhalle der ehemaligen Bergberufsschule und dem Schulungszentrum der Firma Ha-Ra in Fischbach-Camphausen hatte Grundwasser einen im Boden gelagerten Öltank aus der Erde gedrückt. Der 100 000 Liter fassende Tank war noch etwas mehr als zur Hälfte gefüllt. Das Öl sammelte sich am Auslauf und drückte so das Fußende des Tanks etwa 2,50 aus dem Boden. Das gewaltige Teil drohte zu kippen.Ein Sicherheitsmann der Firma Ha-Ra hatte das Malheur bei seinem Rundgang entdeckt und sofort die Feuerwehr in Quierschied alarmiert. Das war gegen 21.10 Uhr. Kurze Zeit später war Michael Schommer, der stellvertretende Wehrführer, mit Einsatzkräften des Löschbezirks Fischbach vor Ort. Schommer alarmierte zudem noch die Quierschieder Wehr und die Berufsfeuerwehr in Saarbrücken.

"Wir mussten ganz schnell verhindern, dass der Tank umkippt und Leitungen abreißen. Dadurch hätte Öl ins Grundwasser gelangen können", erläuterte Michael Schommer am gestrigen Sonntag im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung. Die beiden Löschbezirke waren mit 52 Mann im Einsatz. Dazu kamen sechs Leute einer Spezialeinheit der Berufswehr. Michael Schommer - er ist Betriebsratsvorsitzender im Kraftwerk Weiher - nutzte seine guten Kontakte und erhielt vom Kraftwerk Pumpen und Abstützmaterial. Mit einem Lastwagen des Baubetriebshofs der Gemeinde wurden die Sachen im Kraftwerk abgeholt. Schommer: "Wir haben zuerst alle Leitungen des Tanks abgetrennt, Grund- und Oberflächenwasser abgepumpt und den Tank abgestützt." Keine einfache Angelegenheit bei dem vom Regen völlig aufgeweichten Untergrund.

Nach Angaben des stellvertretenden Quierschieder Wehrführers nahm die Spezialeinheit der Berufswehr noch in der Nacht Bodenproben. Dabei sei festgestellt worden, dass kein Öl in den Boden gelangt sei. Ebenfalls noch in der Nacht alarmierte Michael Schommer eine Fachfirma, die die Hälfte des vorhandenen Öls abpumpte. "Dank unserer guten Ausstattung und der Unterstützung des Kraftwerks konnten wir Schlimmeres verhindern", so Schommer. Um 3 Uhr in der Nacht war der Einsatz für die Rettungskräfte beendet. "Es war ein außergewöhnlicher Einsatz", erklärte Brandinspekteur (BI) Reiner Schwarz. Ein solches Szenario habe er in seiner 45-jährigen Tätigkeit als Feuerwehrmann noch nicht erlebt. Schwarz sprach von einer sehr guten Zusammenarbeit von Freiwilliger Feuerwehr und Berufswehr. Der BI betonte: "Der Einsatz ist sehr professionell abgelaufen."