1. Saarland

Feuerwehr informiert in der Fußgängerzone über Rauchmelder

Feuerwehr informiert in der Fußgängerzone über Rauchmelder

St. Ingbert. 600 Menschen sterben jährlich durch Feuer. Die meisten von ihnen in den eigenen Räumen. 95 Prozent davon ersticken wegen des giftigen Rauches. Das meldet die Feuerwehr. Dabei könnten diese Todesfälle vermieden werden - wenn sich Haus- und Wohnungsbesitzer für einen Rauchmelder entscheiden würden. Das tun allerdings nur die wenigsten

St. Ingbert. 600 Menschen sterben jährlich durch Feuer. Die meisten von ihnen in den eigenen Räumen. 95 Prozent davon ersticken wegen des giftigen Rauches. Das meldet die Feuerwehr. Dabei könnten diese Todesfälle vermieden werden - wenn sich Haus- und Wohnungsbesitzer für einen Rauchmelder entscheiden würden. Das tun allerdings nur die wenigsten. Demzufolge sind bisher immer noch weit über zwei Drittel alles Haushalte in Deutschland ohne Rauchwarnmelder. Weitere sechs Prozent besäßen nach Feuerwehr-Angaben zwar solch ein kleines, unauffälliges Gerät, hätten es jedoch nicht installiert. Dabei verstoßen zumindest im Saarland diejenigen gegen das Gesetz, die sich nicht um diesen technischen Brandschutz kümmern. Denn seit 2004 gibt es eine Rauchmelderpflicht bei Neu- und Umbauten für Schlaf- und Kinderzimmer sowie für Flure, die als Fluchtweg dienen. Besonders in den Nächten könne das Gerät Leben retten, weil es durch sein schrilles Geräusch bei Rauch den Bewohner aus dem Schlaf reißt. Zu unterschätzen sei die Gefahr nicht. "Der giftige Rauch kann bereits nach drei Atemzügen zur Bewusstlosigkeit und nach zehn zum Tode führen," so Experten. Um dem vorzubeugen, findet am heutigen Freitag zum fünften Mal der bundesweite Tag des Rauchmelders statt. Die St. Ingberter Feuerwehr veranstaltet mit der Stadtmarketing-Gesellschaft am morgigen Samstag von neun bis 15 Uhr einen Aktionstag vor der Engelbertskirche in der Fußgängerzone. Bei dieser Gelegenheit informieren neben der Feuerwehr auch das Technische Hilfswerk, das Deutsche Rote Kreuz, der Malteser Hilfsdienst, die Notfallseelsorge Saarland und die Polizei über ihre Tätigkeiten. redAus diesem Anlass wird nach Rücksprache mit der Polizei und dem Ordnungsamt der Stadt an diesem Tag die Fußgängerzone für den Lieferverkehr gesperrt.