Feuerwehr birgt zwölf Bewohner aus brennendem Haus

Völklingen. Zwölf Menschen rettete die Völklinger Feuerwehr in der Nacht zum Dienstag bei einem Einsatz aus einem Haus in der Bismarckstraße in der Völklinger Innenstadt. Über zwei Drehleitern, eine davon an der hinteren Hausfassade Richtung Kolpingplatz, brachten die Wehrleute mehrere Bewohner in Sicherheit. Das sagte gestern Wehrführer Herbert Broy, der den Einsatz leitete

 Die Völklinger Feuerwehr rettet bei einem Brand in der Völklinger Bismarckstraße ein vierjähriges Kind. Foto: Becker & Bredel

Die Völklinger Feuerwehr rettet bei einem Brand in der Völklinger Bismarckstraße ein vierjähriges Kind. Foto: Becker & Bredel

Völklingen. Zwölf Menschen rettete die Völklinger Feuerwehr in der Nacht zum Dienstag bei einem Einsatz aus einem Haus in der Bismarckstraße in der Völklinger Innenstadt. Über zwei Drehleitern, eine davon an der hinteren Hausfassade Richtung Kolpingplatz, brachten die Wehrleute mehrere Bewohner in Sicherheit. Das sagte gestern Wehrführer Herbert Broy, der den Einsatz leitete. Aus dem ersten Stock wurde ein vierjähriges Kind gerettet, ein Feuerwehrmann nahm es auf den Arm und brachte es über die Leiter zur Straße.

Um 2.37 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, im Eiscafé Europa sei ein Feuer ausgebrochen. Starker Rauch zog über das Treppenhaus in die oberen Stockwerke des viergeschossigen Hauses und versperrte den Bewohnern den Fluchtweg. Sechs Trupps schickte die Feuerwehr ins Haus. Während die einen den Brand im Erdgeschoss löschten, suchten die anderen nach eingeschlossenen Personen. Helfer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) vom Ortsverein und der DRK-Rettungswache Völklingen erwarteten die Geretteten. Mehrere Rettungs- und Notarztwagen waren im Einsatz, der DRK-Ortsverein übernahm zeitweise in seinen Räumlichkeiten in der Poststraße die Unterbringung. Ein 23-jähriger Mann musste jedoch ins Krankenhaus, er hatte eine Rauchvergiftung erlitten, so die Pressestelle des DRK, und wurde in die SHG-Kliniken gefahren. Wie Herbert Broy mitteilte, waren 65 Feuerwehrmänner, 14 Rettungsdienstmitarbeiter und sechs Polizisten im Einsatz, bis um 4.37 Uhr das letzte Fahrzeug wieder einrückte. Gestern Abend inspizierte Geschäftsführer Robert Pasin den Unglücksort. "Ich vermute Brandstiftung", sagte er und deutete dabei auf eine schwarz verkohlte Stelle vor dem Eissalon in Richtung Kolpingplatz. "Von hier aus gelang das Feuer und der Rauch ins Haus". Den Schaden bezifferte er auf 100 000 Euro.bub/af

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