1. Saarland

"Feiertag kann uns 500 Teilnehmer kosten"

"Feiertag kann uns 500 Teilnehmer kosten"

St. Wendel. Die Umleitungsschilder hängen schon seit ein paar Tagen - noch abgeklebt. Das große Zelt in der Mott haben fleißige Helfer gestern in wenigen Stunden aufgebaut. Im Saalbau ging es gestern ebenfalls mit den Vorbereitungen los. Dort ist das Herzstück des Marathons, unter anderem werden dort die Startnummern ausgegeben

St. Wendel. Die Umleitungsschilder hängen schon seit ein paar Tagen - noch abgeklebt. Das große Zelt in der Mott haben fleißige Helfer gestern in wenigen Stunden aufgebaut. Im Saalbau ging es gestern ebenfalls mit den Vorbereitungen los. Dort ist das Herzstück des Marathons, unter anderem werden dort die Startnummern ausgegeben. Aber die Hauptarbeit liegt noch vor den Organisatoren und Helfern. Denn Aufbau und Sperrungen sind erst am Veranstaltungstag möglich. "Es ist eine große logistische Herausforderung, dass man an der Rennstrecke nur in einem sehr kurzen Zeitrahmen arbeiten kann", sagt dazu Organisationsleiter Thomas Wüst.Am Sonntag um sechs Uhr wird die B 41 gesperrt. Denn dort müssen die Bands aufbauen, Verpflegungsstellen werden eingerichtet, Getränke angeliefert. Dann sind neben dem Bauhof der Stadt St. Wendel auch schon die Laufvereine aus der Region dabei. Denn sie kümmern sich um die Verpflegungsstellen. Zum Aufbau sind etwa 300 Helfer im Einsatz, während der Veranstaltung werden es rund 500 sein. Denn dann kommen noch die Streckenposten hinzu. Diese stellen Feuerwehr und Technisches Hilfswerk, das Deutsche Rote Kreuz übernimmt den Sanitätsdienst.

Wenn dann um 9.30 Uhr der Startschuss für Marathon und Team-Marathon fällt, werden wohl weniger Läufer als in den Vorjahren auf die Strecke gehen. Bisher sind 1500 Starter gemeldet. Obwohl erfahrungsgemäß noch viele Läufer nachmelden, rechnet Wüst nicht damit, dass "wir die 3000er Marke dieses Mal knacken werden". Schuld ist der Feiertag, der 1. Mai. Wüst: "Der kann uns 500 Teilnehmer kosten." Das sei dem Organisations-Team aber von Anfang an klar gewesen. E-mails von Sportlern haben die Ahnung bestätigt: "Viele wollen die Hexennacht feiern und am Feiertag etwas mit Kumpels oder der Familie unternehmen." Ein Verschieben des Marathons kam nicht in Frage. Die Verwaltung ist an die Termine im Landesverband gebunden. Aber Wüst sieht es gelassen. Es komme schließlich nicht nur auf die Teilnehmerzahl an. Vielmehr sollten die Läufer und Zuschauer zufrieden sein. Dafür sorgen unter anderem 30 Bands an der Strecke. Und im nächsten Jahr ist der Marathon am 29. April - "dann sind viele Läufer, die dieses Mal aussetzen, wieder dabei".

Mit dabei sind in diesem Jahr auch wieder Läufer aus Kenia, die zu den Favoriten zählen. Sie reisen am Freitag an. Auch Läufer aus Belgien, Holland oder Tansania sind mit von der Partie. "Das ist keine Distanz, wo man mal morgens schnell nach St. Wendel fährt", nennt Wüst auch den Wirtschaftfaktor. Viele Hotels seien gut belegt. Rund zwei Drittel seien aber Tagesgäste. Bis zu 20 000 Besucher erwartet Wüst am Sonntag in der Innenstadt. Da zeige sich, dass die rund 150 000 Euro, die die Veranstaltung kostet, gut angelegt seien. Zumal die Stadt dank der Sponsoren wohl "Null auf Null aus der Sache rauskommt".

sankt-wendel.de