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Feier zum 75. mit vielen Hits

Feier zum 75. mit vielen Hits

Gerlfangen. Der Schlussapplaus klingt langsam ab, als Benedikt Loew am Rednerpult der Gerlfanger Nordgauhalle steht. "Wir können sie ja nicht ohne Marsch nach Hause lassen", meint der Vorsitzende des Musikvereins Loreley Gerlfangen. Dann legt das Orchester unter Günter Rommelfanger nochmal nach, zusammen mit Kirchen- und Seniorenchor

Gerlfangen. Der Schlussapplaus klingt langsam ab, als Benedikt Loew am Rednerpult der Gerlfanger Nordgauhalle steht. "Wir können sie ja nicht ohne Marsch nach Hause lassen", meint der Vorsitzende des Musikvereins Loreley Gerlfangen. Dann legt das Orchester unter Günter Rommelfanger nochmal nach, zusammen mit Kirchen- und Seniorenchor.1936 gründeten begeisterte Musiker den Verein, nach dem Krieg ging es erst 1951 wieder weiter. 1960 war endlich Geld für Uniformen da und 1968 kamen die ersten weiblichen Orchestermitglieder. Gründungsmitglieder wurden am Samstag für 60 Jahre Mitgliedschaft geehrt. So Alois Winter, Eduard Winter, Paul Schwarz und Gottfried Barth. Verhindert war Josef Zenner.

"Eigentlich feiern wir drei Geburtstage", sagte Loew. Vor drei Jahren kam fast das Ende des Vereins, doch die Jugend machte engagiert weiter. 25 Musikerinnen und Musiker sind es heute, das Durchschnittsalter liege unter 20 Jahren.

Und die wagen sich an so ziemlich alles, was Noten hat, auch wenn nicht immer jeder Ton gleich perfekt sitzt. Aber sie spielen mit Begeisterung und viel Sinn für anspruchsvolle Vielfalt. Bei der komplexen Rock-Ballade "Music" von John Miles faszinierte Orchestermitglied Luise Jandel gesanglich. Mit schlafwandlerischer Sicherheit interpretierte Loreley swingende Titel wie "Spanish Flea", große Orchesterarrangements kamen kompakt und dynamisch. Bei Nenas "99 Luftballons" standen die Musikerinnen Lisa Kerber und Christina Loew als Sängerinnen am Mikrofon.

Die jungen Musiker Angelina Mansion und Malte Mehrhof führten durchs Programm. Das eröffnete die achtköpfige Jugendgruppe Lorelytos unter Sebastian Mezzavilla. Drei Titel später stieg das Orchester mit "Smoke on the Water" von Deep Purple ein.

Nach Pop und Polka kam der Wechsel zum Kirchenchor unter Werner Heinrich, zu Gospel, Spirituals sowie beschwingten Gesängen. Die Männer vom Seniorenchor führte Albert Jung durch getragene Weisen und Weinlieder. Schließlich übernahm wieder Loreley das musikalische Zepter bis zum finalen "Fliegermarsch".