Fazit in St. Anna: Alter schützt vor Fastnacht nicht

Neuweiler. Wer immer noch glaubt, im Altenheim gehe es langweilig zu, konnte sich am Fetten Donnerstag in St. Anna, Neuweiler, vom Gegenteil überzeugen. Wochenlanges Proben, selbst gebastelte Roben, Lampenfieber, Faasekiechelscha, Sekt und ein witziges Programm brachte die Stimmung schnell auf Betriebstemperatur

 Der Auftritt der "Heilsarmee" mit Moderator Michael Bleif (von links): Dorothee Merker, Traudl Wirtz, Rita Gladen und Birgit Müller. Foto: SZ

Der Auftritt der "Heilsarmee" mit Moderator Michael Bleif (von links): Dorothee Merker, Traudl Wirtz, Rita Gladen und Birgit Müller. Foto: SZ

Neuweiler. Wer immer noch glaubt, im Altenheim gehe es langweilig zu, konnte sich am Fetten Donnerstag in St. Anna, Neuweiler, vom Gegenteil überzeugen. Wochenlanges Proben, selbst gebastelte Roben, Lampenfieber, Faasekiechelscha, Sekt und ein witziges Programm brachte die Stimmung schnell auf Betriebstemperatur. Die Mädels der sozialen Betreuung (Birgit Müller, Traudel Wirtz, Rita Gladen), Bewohner, Mitarbeiterinnen und Ehrenamtliche hatten ein tolles Programm auf die Beine gestellt.

Angeheizt von der Hauskappelle, Frau Storb und Frau Rödel, sangen die St.-Anna-Spatzen ihr Medley und luden mit bekannten Liedern zum Tanzen und Schunkeln ein. Der Saal kochte, als die "Hexengilde" auftrat. Da zeigten die Damen vom Altenheim endlich mal ihr wahres, ihr närrisches Gesicht.

Die Kleinen der Tanzgarde der "Die Pänz" von Neuweiler, die Crazy Girls und Lolly Pops erfreuten die Heimbewohner mit gut einstudierten Tänzen. Die Trainerinnen hatten alle Hände voll damit zu tun, die quirligen Kleinen zu bändigen.

Die Lachmuskeln wurden strapaziert, als drei ältere Damen von der Heilsarmee vorbeikamen, gegen den Alkohol wetterten, um ihn anschließend zu "vernichten". Mit Tanz, Schunkelliedern und einer Playbackshow mit bekannten Liedern neigte sich der Fastnachtsball dem Ende zu, und die Akteure sangen gemeinsam das Schlusslied.

Fazit der Veranstaltung nach 250 Berlinern, 40 Miniberlinern und viel Sekt: Das muss im nächsten Jahr wiederholt werden. red