"Farben sind was Wunderbares"

"Farben sind was Wunderbares"

Saarlouis. Einen bunten Akzent im Rahmen der Berufsorientierung für Realschüler hat die Martin-Luther-King-Schule in Fraulautern gesetzt. Vor dem Abschluss sollen Schülerinnen und Schüler erkennen, wohin es sie beruflich ziehen könnte. "Vorher, frühzeitig, das sei wichtig", sagt Schulleiter Bernd Schmitz

Saarlouis. Einen bunten Akzent im Rahmen der Berufsorientierung für Realschüler hat die Martin-Luther-King-Schule in Fraulautern gesetzt. Vor dem Abschluss sollen Schülerinnen und Schüler erkennen, wohin es sie beruflich ziehen könnte. "Vorher, frühzeitig, das sei wichtig", sagt Schulleiter Bernd Schmitz. Denn wer eine Idee habe, wo es lang gehe, entwickle mehr Motivation für einen guten Abschluss. Sechs Wochen lang testeten die Klassen 9M und 10M, ob sie Gespür und Spaß im Umgang mit Farben haben könnten. Künstlerin Susanne Speicher arbeitete mit ihnen an Farben, Farbenkreisen nach Johann Wolfgang von Goethe und Johannes Itten, Dekor und Jahreszeit. Zur Präsentation der Ergebnisse am Schluss kamen auch Vertreter von Unternehmen, in denen Auszubildende mit Sinn für Farben gesucht werden."Ich habe besonders darauf geachtet, wie sich die Schüler präsentieren" sagte Claudia Giebel-Diederich, Ausbildungsleiterin im Kaufhaus Pieper. "Farbgefühl ist in Kunst und Mode enorm wichtig." "Ohne Grundbegriffe und Verständnis von Farben und Farbenlehre geht es bei uns nicht", erklärte Martin Huffer vom gleichnamigen Farbenhaus.

Farbe im Landschaftsbau

Auch im Landschaftsbau "muss man einen Begriff davon haben, was passt. Ob jemand dafür geeignet ist, konnte er in diesem Projekt herausfinden", sagte Michael Hennrich von Hennrich und Bothe.

"Mir hat es weitergeholfen, Farben sind wirklich was Wunderbares", bilanzierte Tobias Richter, Klasse 10M, für sich. "Ich habe überlegt, einen Beruf mit Farben zu wählen. Vielleicht etwas mit Design." Lena Christoffel: "Ich fand, das, was wir gemacht haben, schön, aber ich bin im Malen nicht so begabt. Mir macht das schon Spaß, aber mir gefallen meine Bilder nicht. Ich glaube, ich möchte lieber was mit Kindern machen. Mit den Kindern und Farben ja, aber keinen Beruf, der hautsächlich mit Malen zu tun hat." Tamara Braun: "Spaß hat das gemacht, ja, aber einen Beruf hauptsächlich mit Malen, das würde ich auch nicht machen. Das ist mir in den sechs Wochen klar geworden."

Erste konkrete Kontakte zwischen einzelnen Schülern und den Firmen habe es inzwischen gegeben, freute sich Susanne Speicher.

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