1. Saarland

Falschparker in Ensheim: Stadt hat schon dreimal kontrolliert

Falschparker in Ensheim: Stadt hat schon dreimal kontrolliert

Gefährlich zugeparkt: So sieht Monika Mund-Göppel die Johannstraße, eine der Einbahnstraßen in Ensheim. Dort ist die Fahrbahn überwiegend so breit, dass Autos auf beiden Seiten parken dürfen.

Überwiegend, wohlgemerkt. Stadtpressesprecher Thomas Blug sagt, dass das Ordnungsamt schon durchgreifen musste, und zwar dort, wo Autos nicht etwa auf der Fahrbahn, sondern zum Teil auf dem Bürgersteig standen. Blug: "Die Stadt hat auf Beschwerden über zugeparkte Gehwege reagiert. Kontrollen gab es zweimal im Februar, einmal im Mai. Anrufer haben sich darüber beschwert, es sei unmöglich, mit dem Rollator den zugeparkten Gehweg zu nutzen. Außerdem müssten Kinder ständig wegen Falschparkern vom Gehweg."

Das beidseitige Parken sei in Einbahnstraßen grundsätzlich erlaubt, stellt Blug klar. Das lasse die Straßenverkehrsordnung zu, wo noch genügend Platz sei, dass auch noch Feuerwehrautos und andere breite Lastwagen durchkommen. Blug weiter: "Wir wollen die Stadt nicht mit Schildern pflastern, sondern gehen davon aus, dass Fahrer sich beim Parken, wie überhaupt im Straßenverkehr, ans Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme halten. Wer nicht sicher ist, ob die Fahrbahn in einem Teil der Johannstraße breit genug ist, parkt eben woanders." Das klappt zumindest so gut, dass Retter keinen Grund zur Klage sehen.

Josef Schun, dem Leiter der Berufsfeuerwehr Saarbrücken, sind Einsatzprobleme in der Johannstraße wegen einer zugeparkten Fahrbahn nicht bekannt. Seine Kollegen vermerken im Einsatzbericht nämlich ausdrücklich, falls es solche Probleme gab. Auch er mahnt das Wichtigste an, was die Straßenverkehrsordnung vorschreibe: Rücksicht.