Andreas S. verfügte noch über Waffenerlaubnis Experten kritisieren gravierende Fehler der Saar-Behörden im Fall Kusel

Exklusiv | Saarbrücken · Taten die Behörden im Saarland genug, um den mutmaßlichen Polizistenmörder Andreas S. von Schusswaffen fernzuhalten? Zwei Waffenrechts-Experten werfen ihnen gravierende rechtliche Fehleinschätzungen vor. Am Donnerstag beschäftigt sich der Innenausschuss des Landtages mit der Frage.

Fall Kusel: Experten kritisieren gravierende Fehler der Behörden im Saarland
Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Nach den Polizistenmorden bei Kusel stehen die Waffenbehörden mehrerer Landkreise im Saarland unter Druck. Der mutmaßliche Todesschütze war ihnen immer wieder aufgefallen. Im Vorgangssystem der Polizei soll es mehrere Dutzend Einträge zu Andreas S. geben, die Staatsanwaltschaft ermittelte seit 2004 in über 20 Fällen. Dennoch verfügte der 38-Jährige noch über eine Waffenbesitzkarte (WBK). Nach Einschätzung von Experten konnte sich S. damit Schusswaffen leihen.