Falkner rettet Uhu aus Stacheldraht

Falkner rettet Uhu aus Stacheldraht

Glück im Unglück hatte ein Greifvogel. Sein Ausflug in den Zaun endete mit nur leichten Verletzungen.

In eine missliche Lage ist kürzlich ein Uhu bei Hasborn-Dautweiler geraten. Mit seinem Gefieder blieb der Vogel in einem Stacheldraht-Zaun hängen und konnte sich aus eigener Kraft nicht befreien. Ein Jäger entdeckte das Tier und verständigte einen Kollegen aus Lebach-Steinbach. Georg Maxrath, der nicht nur Jäger, sondern auch Falkner ist, machte sich auf den Weg, um dem Uhu zu helfen. "Ich habe eine Decke auf ihn gelegt und dann den Stacheldraht durchgeschnitten", berichtet Maxrath. Dann setzte er das Tier behutsam in einen Karton, den er mitgebracht hatte. Da der Uhu verletzt war, fuhr der Falkner mit ihm zum nächsten Tierarzt. Der versorgte die Wunden und musste auch mit ein paar Stichen nähen. "Zum Glück war nichts an den Knochen", sagt Maxrath. Da sich der Falkner mit Greifvögeln auskennt und zu Hause eine freie Voliere hatte, nahm er das Tier mit zu sich. Doch lange sollte es dort nicht bleiben. Denn der Experte wusste: Der männliche Vogel werde jetzt gebraucht. "Im Januar und Februar ist der Uhu in der Balz. Während die Weibchen brüten, sorgt das Männchen für Futter." Uhus seien bei uns relativ selten, sagt der Jäger.

Am Flügel trug der Greifvogel Verletzungen davon.

Bereits am nächsten Morgen machte der Vogel einen "ziemlich fitten Eindruck" auf den Falkner. Daher beschloss er, das Tier zurück in die Freiheit zu entlassen. Er fuhr nach Hasborn-Dautweiler. Etwa 300 bis 400 Meter von der Fundstelle entfernt, ließ er den Uhu fliegen. Der habe kurz auf einem Baum gewartet und sei dann im Sturzflug auf und davon. Das war für Maxrath die Bestätigung: Es geht ihm gut.