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Experte widerspricht Saarforst: Pilzbefall bereits aufgetreten

Experte widerspricht Saarforst: Pilzbefall bereits aufgetreten

Saarbrücken. Jetzt ist ein Forschungsstreit um dem Pilzbefall an Esskastanienbäumen im Saarland entbrannt: Entgegen der jüngsten Angaben des Saarforst Landesbetriebes, sei hierzulande sehr wohl der Pilzbefall nachgewiesen worden, teilte Pilzexperte Johannes A. Schmitt aus Blieskastel jetzt der SZ mit. Der schädliche Pilz sei seit 1991 an mehreren Stellen in Kastanienbeständen des St

Saarbrücken. Jetzt ist ein Forschungsstreit um dem Pilzbefall an Esskastanienbäumen im Saarland entbrannt: Entgegen der jüngsten Angaben des Saarforst Landesbetriebes, sei hierzulande sehr wohl der Pilzbefall nachgewiesen worden, teilte Pilzexperte Johannes A. Schmitt aus Blieskastel jetzt der SZ mit. Der schädliche Pilz sei seit 1991 an mehreren Stellen in Kastanienbeständen des St. Johanner Stadtwaldes in Saarbrücken nachgewiesen worden. Schmitt untermauerte dies mit Verweis auf einen Fachbeitrag, der 2007 in der Zeitschrift der Naturforschenden Gesellschaft des Saarlandes Delattinia veröffentlicht worden sei. Warum diese Befunde zum hiesigen Vorkommen des Esskastanien-Rindenkrebses von Saarforst bislang nicht zur Kenntnis genommen wurden, sei ihm unverständlich, so Schmitt.Weiter erläuterte er, dass bei befallenen Esskastanien oft großflächige Schäden an der Rinde auftreten würden. Zunächst sei man davon ausgegangen, dass diese durch Schläge an die Stämme entstanden sind. Nach genauerer Untersuchung habe man letztlich an jenen Bäumen den Pilz festgestellt. Zwar hätten viele der betroffenen Bäume den Pilzbefall überlebt. Dennoch seien die Rindenschäden nicht vollends verheilt. An alten Esskastanien, etwa im Saarbrücker Stadtteil Halberg, ist laut Schmitt der Rindenkrebs bisher aber nicht festgestellt worden. red/bera