Kommt es zu einem Lafontaine-Effekt? Experte sieht Potenzial für Wagenknecht-Partei im Saarland

Saarbrücken/Berlin · Saar-AfD und Linke rechnen ebenfalls mit Erfolgen der ehemaligen Linken-Fraktionschefin im Bundestag bei den Wählern, sollte sie eine neue Partei gründen.

 Die ehemalige Fraktionschefin der Linken im Bundestag, Sahra Wagenknecht

Die ehemalige Fraktionschefin der Linken im Bundestag, Sahra Wagenknecht

Foto: dpa/Britta Pedersen

Spekulationen um die Gründung einer Wagenknecht-Partei werfen im Saarland die Frage auf, welches Potenzial dieser Zusammenschluss hätte. Der Trierer Parteienforscher Professor Uwe Jun sagte der SZ, die große Frage sei, wie sich eine solche Partei in der Migrationspolitik positionieren werde. „Davon hängt auch ab, ob es ihr gelingt, der AfD und/oder ihrer jetzigen Partei Wähler abspenstig zu machen.“ Eine Studie aus Mannheim deute an, dass dies mit Blick auf die AfD gelingen könnte. „Im Saarland könnte Sarah Wagenknecht von der hiesigen Bekanntheit ihres Ehemanns Oskar Lafontaine profitieren, sollte dieser bei der angekündigten Partei dabei sein“, sagte Jun. „Zudem könnte dort ja auch der Gründungsort liegen.“