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Karten für FC Bayern-Stadion-Loge
Klaus Meiser weist neuen Untreueverdacht zurück

 Der Ex-Präsident des Landessportverbandes für das Saarland, Klaus Meiser (CDU)
Der Ex-Präsident des Landessportverbandes für das Saarland, Klaus Meiser (CDU) FOTO: dpa / Oliver Dietze
Saarbrücken. Klaus Meiser (CDU), Ex-Präsident des Landessportverbandes (LSVS), hat einen neuen Untreueverdacht zurückgewiesen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen Eintrittskarten für Fußballspiele von Bayern München in der Allianz-Arena. Von Tobias Fuchs
Tobias Fuchs

„Das waren keine Freikarten, Herr Meiser hat sie privat bezahlt“, sagte sein Anwalt Guido Britz gestern. Er habe das der Staatsanwaltschaft nachweisen können. Die Ermittler vermuten eine Verbindung zwischen Meisers Stadionbesuchen und einem Beratungsvertrag des LSVS mit der Stiftung Deutsches Ehrenamt. Gegen zwei Verantwortliche der Stiftung ermittelt sie wegen des Verdachts der Beihilfe zur Untreue.
Britz bestritt einen Zusammenhang zwischen dem Vertrag und den Tickets, die Meiser über die Stiftung erhält. „Diese Karten bezieht Herr Meiser, seit es die Münchner Arena gibt“, so der Anwalt. Das wäre seit 2005. Zu Saisonbeginn teile sein Mandant jeweils mit, dass er Karten bestelle - gegen Rechnung. „Das macht er seit eh und je, und das macht er auch immer noch“, sagte Britz.
2016 vereinbarte der LSVS unter Meiser eine Kooperation mit der Stiftung – zum Aufbau eines eigenen Kompetenzzentrums Ehrenamt. Der Vertragsschluss war mit einer Zahlung von 4950 Euro an die Stiftung verbunden, für Beratungen - doch die soll der LSVS bis heute nur im Umfang von 450 Euro in Anspruch genommen haben. Der heutige LSVS-Präsident Adrian Zöhler will den Vertrag daher auflösen und das Geld zurückzahlen lassen.