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Europa-Galerie: Bauausschuss debattiert über Pflaster

Europa-Galerie: Bauausschuss debattiert über Pflaster

Saarbrücken. Wenige Stunden nach dem Richtfest für das neue Saarbrücker Einkaufszentrum, das die ehemalige Bergwerksdirektion und die Saargalerie verbinden und Europa-Galerie heißen soll, war der Konsumtempel Thema im Bauausschuss des Stadtrates. Denn der ist überhaupt nicht mit den Gestaltungsplänen der Investoren einverstanden

Saarbrücken. Wenige Stunden nach dem Richtfest für das neue Saarbrücker Einkaufszentrum, das die ehemalige Bergwerksdirektion und die Saargalerie verbinden und Europa-Galerie heißen soll, war der Konsumtempel Thema im Bauausschuss des Stadtrates. Denn der ist überhaupt nicht mit den Gestaltungsplänen der Investoren einverstanden. Der Grund: Eigentlich war der Ausschuss davon ausgegangen, dass der Vorplatz der ehemaligen Bergwerksdirektion mit attraktiven und robusten Bodenplatten gepflastert wird. Die sollten eine Kantenlänge von 30 Zentimetern aufweisen. Im jüngsten Bauausschuss am Mittwoch informierte Baudezernentin Rena Wandel-Hoefer aber die Bauexperten der Fraktionen, dass der Bauherr aus Kostengründen die an gleicher Stelle entfernten Platten nach einer Grundreinigung dort wieder einbauen lassen will. Das brachte vor allem den Sozialdemokraten Günther Karcher in Rage. Man baue nach dem Motto "Innen hui, außen pfui", und das bei einem Projekt, das auf 170 Millionen Euro beziffert werde, sagte er. "Keine Stelle der Stadt wird tagtäglich von so vielen Menschen passiert wie dieser Vorplatz", meint er. Hier sei der Knotenpunkt zwischen der Einkaufsmeile der Stadt und der Verbindung zum Hauptbahnhof und dementsprechend ansprechend solle seiner Meinung nach auch der Platz gestaltet werden. Zumal der Bauausschuss davon ausgehe, dass die entfernten Bodenplatten als Ersatzplatten für die in der Fußgängerzone Bahnhofstraße gebraucht werden. Karcher zur SZ: "Dort wurden die gleichen Platten eingesetzt, und nach unseren Informationen werden die nicht mehr verkauft." Er formulierte einen Antrag, nach dem die Baudezernentin erneut mit den Investoren verhandeln soll, um die Interessen von Stadt und Stadtrat durchzusetzen. Die übrigen Fraktionen unterstützten Karchers Vorstoß. al