"Es war kein leichter Schritt"

"Es war kein leichter Schritt"

Primstal. Seit dreieinhalb Jahren trainieren Nicola Lalla und Jochen Ernst gemeinsam den VfL Primstal. Sie schafften mit dem Klub den Sprung in die Verbandsliga und machten ihn dort zu einem der Kandidaten für den Aufstieg in die Saarlandliga

Primstal. Seit dreieinhalb Jahren trainieren Nicola Lalla und Jochen Ernst gemeinsam den VfL Primstal. Sie schafften mit dem Klub den Sprung in die Verbandsliga und machten ihn dort zu einem der Kandidaten für den Aufstieg in die Saarlandliga. Vergangenen Samstag ließen beide Trainer beim ersten Vertragsgespräch mit der Vereinsführung verlauten, dass sich ihre Wege am Saisonende trennen werden. Eine Entscheidung, die den Verein komplett überraschte. Die Gründe? "Unsere Entscheidungen sind unabhängig voneinander gefallen. Bei mir war es ein Entschluss aus dem Bauch heraus", sagt Ernst. Als Grund führt er an, dass er beruflich sehr eingespannt sei. Ob er nun woanders Trainer wird, lässt er offen. "Es war kein leichter Schritt für mich, denn der VfL hat uns in den vergangenen Jahren ein tolles Arbeiten ermöglicht", betont der 37-Jährige.Sein Kollege Lalla begründet den Abschied damit, dass er eine neue Herausforderung sucht. "Natürlich wäre es eine Herausforderung, mit dem VfL in der Saarlandliga zu spielen. Ich kann dem Verein aber nicht sagen, ich bleibe nur, wenn wir aufsteigen", sagt Lalla. "Daher war mir relativ schnell klar, dass ich meinen Einjahresvertrag nicht verlängere. Ich möchte in der nächsten Saison etwas Neues in einem neuen Verein und Umfeld probieren." Der 34-Jährige meint, dass er noch zwei Jahre auf seinem jetzigen Niveau spielen kann. "Der Aufstieg in die Saarlandliga bleibt nach wie vor das Ziel", unterstreicht Lalla.

Die Spieler waren von der Entscheidung ihrer Trainer völlig verblüfft. "Nach dem 5:4-Sieg gegen Ballweiler waren wir gerade in euphorischer Stimmung", berichtet Mannschaftskapitän Thomas Maldener. Als erste Reaktion hätte sich bei einigen Mitspielern Enttäuschung breitgemacht. "Viele Spieler sind ja schon die ganze Zeit unter den Trainern dabei. Auch ich bin wegen den beiden nach Primstal gekommen", erzählt Maldener.

Die Suche nach einem Nachfolger für das Trainergespann läuft nun auf Hochtouren. Fest steht, dass der VfL keinen Spielertrainer verpflichten wird. "Wir sind auf der Suche nach einem reinen Trainer", sagt der Spielausschussvorsitzende des VfL, Alwin Arm. Der Neue soll, zusammen mit einem neuen Co-Trainer, die erste und die zweite Mannschaft trainieren. "Es wird keine strikte Trennung der beiden Mannschaften mehr geben", meint Arm.

Trainer Jochen Ernst wird Primstal verlassen. Foto: Sven Hartung.

Am Sonntag um 14.30 Uhr steht der Tabellenzweite beim Ligasiebten FV Bischmisheim auf dem Prüfstand. "In den Spielen gegen Bischmisheim, Limbach und Bliesmengen wollen wir Platz zwei bis zur Winterpause behaupten", gibt Lalla als Ziel aus. Wegen muskulärer Probleme wird Tobias Zimmer fehlen, für ihn rückt Carsten Schöneck in die Elf.