Es tut sich was im Untergrund

Es tut sich was im Untergrund

Dudweiler. Es ist ein kalter Morgen, als wir die Baustelle in der Rehbachstraße in Dudweiler besichtigen. Sie befindet sich ganz tief da unten. 6,50 Meter tief, um genau zu sein. Im Untergrund arbeiten drei Männer. Und oben erläutern nochmal drei Männer, was es mit dieser Baustelle, die den Anwohnern noch bis voraussichtlich September erhalten bleibt, auf sich hat

Dudweiler. Es ist ein kalter Morgen, als wir die Baustelle in der Rehbachstraße in Dudweiler besichtigen. Sie befindet sich ganz tief da unten. 6,50 Meter tief, um genau zu sein. Im Untergrund arbeiten drei Männer. Und oben erläutern nochmal drei Männer, was es mit dieser Baustelle, die den Anwohnern noch bis voraussichtlich September erhalten bleibt, auf sich hat. Es sind dies Hermann-Josef Schumacher, Abteilungsleiter Kanalbau beim Zentralen Kommunalen Entsorgungsbetrieb (ZKE) in Saarbrücken, ZKE-Bauleiter Bernd Neyses und Joachim Junker, der Bauleiter der Saarwellinger Firma Its-Bau, deren Mitarbeiter hier professionell buddeln.

Eine sehenswerte Technik kommt vor Ort, in der sogenannten Startgrube, zum Einsatz. Eine Art überdimensionaler Zahnarztbohrer, könnte man sagen. Schräme nennen Fachleute das Gerät. Sie frisst sich - per Laserstrahl-Steuerung - fast millimetergenau durch Fels und Erdreich. Und das hat seinen Grund. Denn auf einer Länge von etwa 70 Metern kommen in der Rehbachstraße neue Rohre ins Erdreich, ohne dass die Straße aufgerissen werden muss - das ist der Gag. Jedes dieser Rohre ist drei Meter lang, hat einen Durchmesser von 1,40 Metern und wird mit unvorstellbarer Kraft in den Boden gepresst. "Rohrvortrieb" heißt das unter Fachleuten. Die Maschine, die hier im Einsatz ist, sagt Joachim Junker, arbeite mit einer Vortriebskraft von maximal 500 Tonnen.

Und warum der ganze Aufwand? Weil etliche Häuser nördlich der Rehbachstraße noch Klärgruben haben. Deren Überlauf geht in den Sulzbach. Weil das aber nicht mehr sein soll und darf, werden die Häuser an die Kanalisation angeschlossen, so dass die Abwässer hernach zum Hauptsammler fließen und später dann in die Kläranlage Jägersfreude. Das wiederum freut die Umwelt. Kosten der Baumaßnahme laut ZKE: rund 800 000 Euro.

Hintergrund

Ein Blick auf die Baustelle in der Rehbachstraße.

Der ZKE (Zentraler Kommunaler Entsorgungsbetrieb) vergibt im Jahr 2009 Bauaufträge mit einem Volumen von insgesamt 19 Millionen Euro. Bauaufträge in Höhe von 5,5 Millionen Euro sind schon verplant, weitere Verträge, Volumen 13,5 Millionen Euro, werden im Laufe des Jahres aber noch vergeben - allein fürs Kanalnetz, versteht sich. mh