1. Saarland

Es ist die jüngste Feuerwehr-Mannschaft aller Zeiten

Es ist die jüngste Feuerwehr-Mannschaft aller Zeiten

Nohfelden. Der Löschbezirk Nohfelden ist im vergangenen Jahr zu 19 Einsätzen ausgerückt. Dabei wurden zwei Menschen gerettet, einer konnte nur noch tot geborgen werden

Nohfelden. Der Löschbezirk Nohfelden ist im vergangenen Jahr zu 19 Einsätzen ausgerückt. Dabei wurden zwei Menschen gerettet, einer konnte nur noch tot geborgen werden. Die Einsätze unterteilten sich in zwei Lkw-Brände auf der Autobahn A 62, drei Flächen- und Waldbrände, einen Kellerbrand, zwei Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen, zwei Sturmschäden, drei Personensuchen, eine Ölspur, einen Wasserrettungseinsatz und vier Fehlalarmierungen. Das berichtete der Nohfelder Löschbezirksführer Robert Wagner auf der Jahreshauptversammlung. Er vermeldete, dass in den vergangenen 14 Monaten die Aktivenzahl von 26 auf 30 gestiegen ist, darunter vier Frauen. Weiter betonte er, dass der Löschbezirk Nohfelden über "die jüngste Mannschaft aller Zeiten" verfüge - die Hälfte aller Aktiven sind unter 27 Jahre alt. Auch die Jugendfeuerwehr sei mit derzeit zwölf Mitgliedern, elf Jungen und einem Mädchen, gut aufgestellt. Der Altersabteilung gehören zehn ehemalige Aktive an. 2008 leisteten die Feuerwehrangehörigen 3330 ehrenamtliche Stunden. Dabei machten die Einsätze mit 270 Stunden nur einen Bruchteil aus. Allein 1530 Stunden entfielen auf die Ausbildung. Neben Übungen absolvierten einige Feuerwehrmänner und -frauen Lehrgänge. So wurden drei Truppführer, zwei Sprechfunker, zwei Atemschutzgeräteträger und ein Gruppenführer ausgebildet. In der Jugendarbeit erbrachten der Jugendwart und seine Helfer 465 Stunden. Für die Pflege, Wartung und Instandhaltung von den Fahrzeugen, Geräten und dem Feuerwehrhaus leisteten die Gerätewarte 214 Stunden. Für Brandsicherheitswachdienste fielen im vergangenen Jahr 275 Stunden an. Zudem hat Nohfelden im vergangenen Jahr mit einer Staffel am Kreis-Feuerwehr-Leistungsmarsch in Primstal teilgenommen. Und in Freisen erwarb eine Gruppe das Leistungsabzeichen in Bronze. Außerdem lobte der Nohfelder Ortsvorsteher Jörg Vogt, dass sich die Wehr am kulturellen Leben im Ort beteiligt. Ob "Saarland picobello", das Aufstellen des Maibaumes und Abbrennen des Maifeuers, Kirmes, Martinsumzug, Volkstrauertag, Weihnachtsmarkt oder der Bau des Funktionsgebäudes auf dem Kirmesplatz - die Feuerwehr sei "überall dort, wo sie gebraucht wird". Auch Nohfeldens Bürgermeister Andreas Veit (CDU) und der stellvertretende Gemeindewehrführer Thomas Laubenthal freuten sich über die vorbildliche Arbeit im Löschbezirk Nohfelden. Laubenthal kündigte an, dass aufgrund der bevorstehenden Einführung des Digitalfunks in den nächsten Jahren mehr Arbeit auf die Feuerwehrmänner und -frauen zukomme. Da das Einsatzleitfahrzeug in Nohfelden stationiert ist, werde hier viel Zeit in die intensive Funk-Ausbildung investiert werden müssen. Im Zuge dessen soll ein neues Einsatzleitfahrzeug beschafft werden. Heinz Brenner wurde für 35 Jahre aktiven Feuerwehrdienst mit dem goldenen Feuerwehr-Ehrenabzeichen am Bande geehrt. Danach beförderte Bürgermeister Veit den Löschbezirksführer Robert Wagner zum Oberbrandmeister, Daniel Gisch zum Löschmeister, Marc-Andre Stuber, Sebastian Tibo und Benjamin Wagner zu Oberfeuerwehrmännern, Julia Riebel zur Oberfeuerwehrfrau und Sophia Riebel zur Feuerwehrfrau. Außerdem wurde Marianna Racioppi aus der Jugendfeuerwehr als Feuerwehranwärterin in den aktiven Feuerwehrdienst übernommen und Heinz Brenner in die Altersabteilung verabschiedet. Sebastian Tibo wurde zum Atemschutzgerätewart ernannt und Julia Riebel zur stellvertretenden Schriftführerin gewählt. red