"Es gibt keinen Grund zur Panik", sagt der Fachmann

"Es gibt keinen Grund zur Panik", sagt der Fachmann

Quierschied/Scheidt. Anfang letzter Woche hat die Libyenkrise auch dem Saarland spürbare Veränderungen rund um die Öl- und Benzinpreise beschert. Doch Grund zur Sorge sehen die Heizöl-Spediteure in unserer Region nicht

Quierschied/Scheidt. Anfang letzter Woche hat die Libyenkrise auch dem Saarland spürbare Veränderungen rund um die Öl- und Benzinpreise beschert. Doch Grund zur Sorge sehen die Heizöl-Spediteure in unserer Region nicht. "Letzte Woche, als das mit Libyen war, sind die Preise regelrecht eskaliert, wie das Treiben dort unten auch", sagt Willi Meiser, Inhaber des Fachbetriebs Heizöl Meiser in Quierschied. Der 54-Jährige hat entsprechende Reaktionen bei seinen Kunden beobachtet: "Da haben die Leute ein bisschen mehr beim Heizölkauf zugeschlagen, man wusste ja nicht, wohin die Preisreise geht. Von Mittwoch auf Donnerstag ist das Öl fünf Cent hoch", so der Fachmann. Dennoch habe sich die Lage inzwischen wieder beruhigt. "Es gibt keinen Grund zur Panik, der Zenit ist überschritten und die Versorgung ist hundertprozentig. Das gibt's nicht, dass wir nix haben", bestätigt Meiser.Auch der Geschäftsführer der Heizölfirma Quirin in Scheidt, Ralf Krill, bestätigt die Tendenzen. "In der letzten Woche hatten wir ein hohes Preisniveau, das hat sich richtig hochgeschaukelt. Wir sind drei Cent hoch", so der 47-Jährige. Doch auch er sieht keinen Anlass, Versorgungsengpässe zu befürchten. "Die Versorgung ist gesichert. Die Ölreserve der Bundesregierung braucht sicher nicht genutzt zu werden. Das Geplänkel spielt sich wohl eher an den Börsen ab", so der Fachhändler. Geradewegs schmerzen die Preise wohl immer noch an den Tankstellen. Eine kleine Fahrt nach Neunkirchen zeigt auch hier durchweg große Zahlen an den Anzeigesäulen. "Leider kriegen wir hier oft den Frust der Kunden über die Benzinpreise voll ab", seufzt Rudolf Albrecht, Inhaber der Aria-Tankstelle in Neunkirchen. "Wir sind direkt zehn Cent hoch bei dem Libyen-Crash. Am Mittwoch um fünf Uhr sind wir von 1,51 Euro auf 1,61 Euro für Superbenzin hochgeschnellt", erinnert sich der 62-jährige gebürtige Sulzbacher nur zu gut. "Da wird eben nur mal für zehn Euro getankt. Aber sobald es billiger wird, machen die Leute sofort wieder ihren Tank voll", sagt Albrecht.

Inzwischen sei man wieder um drei Cent runter. "Wir müssen dreimal am Tag den Preis umstellen. Bin gespannt, was uns noch ins Haus steht, wie sich's bei uns entwickeln wird, weiß ich nicht", so Albrecht.