Erzieherinnen und Erzieher stark gefragt

Erzieherinnen und Erzieher stark gefragt

St. Wendel. Um der Nachfrage gerecht zu werden, wird derzeit am Berufsbildungszentrum St. Wendel, Dr.-Walter-Bruch-Schule, eine Akademie für Erzieherinnen und Erzieher aufgebaut, die mit dem kommenden Schuljahr anläuft. Die Ausbildung wird als Vollzeit- und erstmals im Saarland auch als Teilzeitschulform angeboten. Das Teilzeitangebot gibt es dann nur in St. Wendel

St. Wendel. Um der Nachfrage gerecht zu werden, wird derzeit am Berufsbildungszentrum St. Wendel, Dr.-Walter-Bruch-Schule, eine Akademie für Erzieherinnen und Erzieher aufgebaut, die mit dem kommenden Schuljahr anläuft. Die Ausbildung wird als Vollzeit- und erstmals im Saarland auch als Teilzeitschulform angeboten. Das Teilzeitangebot gibt es dann nur in St. Wendel."Ziel der Schulform ist die Befähigung, Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsaufgaben zu übernehmen und in allen sozialpädagogischen Bereichen, insbesondere in Kindertageseinrichtungen und Heimen, als Erzieher selbstständig und eigenverantwortlich zu arbeiten", erklärt Henrike Langendörfer, Leiterin der Akademie. Der Abschluss ist eine staatliche Prüfung zum "Staatlich anerkannte/r Erzieher/in". Der Abschluss beinhaltet auch die allgemeine Fachhochschulreife.

Die Ausbildungsdauer in der Vollzeitform beträgt drei Jahre, hinzu kommt ein einjähriges berufliches Vorpraktikum für Bewerber ohne Berufsausbildung oder sonstige anerkennungsfähige berufliche Qualifikation. Nach dem Vorpraktikum erfolgt eine zweijährige fachtheoretische Ausbildung mit Praxisanteilen an der Fachschule und anschließend eine einjährige fachpraktische Ausbildung in Kindergärten, -tagesstätten oder -heimen, begleitet von Arbeitsgemeinschaften an der Fachschule.

Die Teilzeitschule läuft über vier Jahre, an die sich das Praxisjahr anschließt. Der Unterricht läuft hier abends und samstags. Die Teilzeitschule biete sich besonders für Mitarbeiter in Kindergärten und -tagesstätten an, die eine Qualifizierung wie etwa Kinderpflegerin haben, erklärt Hubert Gottschlich, Leiter des Berufsbildungszentrums. Berufstätigkeit und Schulausbildung ließen sich so verbinden. Ab 2013, so schreibt es das Gesetz vor, müssen mindestens zwei Drittel der Mitarbeiter in Kindergärten und -heimen ausgebildete Erzieher sein.

Bewerber für die Ausbildung zum Erzieher müssen den mittleren Bildungsabschluss, eine einschlägige erfolgreiche Berufsausbildung oder sonstige gleichwertige Qualifikation und die gesundheitliche Eignung für den Beruf nachweisen. Die Ausbildung zur staatlich anerkannten Kinderpflegerin oder zur staatlich anerkannten Fachkraft für Haushaltsführung und ambulante Betreuung oder zum Sozialassistenten erfüllen diese Forderungen. In diesen Fällen kann das einjährige Vorpraktikum entfallen. Nach einem einjähriger Vorpraktikum werden auch Bewerber mit der mittleren Reife aber ohne Berufsausbildung aufgenommen.

Bewerbungen vom 1. Februar bis zum 10. Mai: Sekretariat des Sozialpflegerischen Bereiches der Dr.-Walter-Bruch-Schule, Wendalinusstraße 26, 66606 St. Wendel, Tel. (0 68 51) 9 32 00. Einzureichen sind: Aufnahmeantrag, Zeugnis (mittlerer Bildungsabschluss) oder eine Kopie des Halbjahreszeugnisses 2011/2012, als Ersatz für das Vorpraktikum anerkennungsfähige Ausbildungen oder berufliche Qualifikationen, Gesundheitszeugnis, tabellarischer Lebenslauf mit Angabe der Tätigkeiten und Praktika.

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