1. Saarland

Erster Auftritt vor der CDU-Basis

Erster Auftritt vor der CDU-Basis

Homburg. Mit einem ersten Termin vor Ort ist am Montagabend das Auswahlverfahren der Homburger CDU zum Oberbürgermeisterkandidaten gestartet

Homburg. Mit einem ersten Termin vor Ort ist am Montagabend das Auswahlverfahren der Homburger CDU zum Oberbürgermeisterkandidaten gestartet. Vor Mitgliedern des CDU-Ortsverbands Homburg-Mitte, an der Spitze der Ortsvereinsvorsitzende Markus Emser, und der Homburger Frauenunion, stellten sich in der Galerie im Saalbau Klaus Roth, 49, derzeit Homburgs Bürgermeister, und Peter Fuchs, 51, Chef der Bundespolizei im Saarland, der Öffentlichkeit.Noch vor der eigentlichen Kandidatenpräsentation stimmte Christian Gläser, als CDU-Stadtverbandsvorsitzender Moderator des Abends, auf das Auswahlverfahren ein. Dabei bezeichnete er die Wahl zum Homburger Oberbürgermeister im kommenden Jahr als "die wichtigste Entscheidung der nächsten zehn Jahre." Um dafür den geeigneten Kandidaten zu finden, sei es wichtig gewesen, die Parteibasis "mitzunehmen". Dies sei Grund für die Urabstimmung im März und Zeichen "maximaler Transparenz und Beteiligung". Nach dieser grundsätzlichen Einordnung war es dann an Peter Fuchs und Klaus Roth, für die eigene Person und die eigenen Positionen zu werben. Als erster trat Klaus Roth "in den Ring".

Roth schilderte den Zuhörern seinen persönlichen und politischen Werdegang und betonte dabei auch seine Kompetenz in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung - nicht zuletzt mit Blick auf eigene über zwei Jahrzehnte währende unternehmerische Tätigkeit "mit allen Höhen und Tiefen" in der Vergangenheit. Roth ließ ebenso seine wesentlichen Stationen in der Politik nicht unerwähnt, so sein langjähriger CDU-Fraktionsvorsitz im Homburger Stadtrat und sein CDU-Landtagsmandat von 2004 bis 2008. Seine politischen Ziele definierte er so: Sicherung des Wirtschaftsstandortes Homburg mit seinen Arbeitsplätzen, Schaffung einer lebenswerten und der Bedeutung Homburgs angemessenen Infrastruktur. "Dies bedeutet, dass wir nicht mehr und nicht weniger fordern, als andere Städte in unserer Größenordnung auch. Wer in Homburg lebt, wer hier arbeitet, der soll sich auch hier wohl fühlen. Der soll hier schwimmen gehen können - und nicht baden. Der soll hier einkaufen können." Dazu gehöre auch das, was man derzeit in der Innenstadt plane, "nämlich die Ansiedlung eines Einkaufszentrums".

Auch Roths Mitbewerber Peter Fuchs schilderte seinen persönlichen und beruflichen Hintergrund. Erwartungsgemäß fokussierte er dabei auf seine langjährige Verwaltungserfahrung im Bereich der Bundespolizei an verantwortlicher Stelle. Fuchs fasste seine Zielsetzung dabei in mehrere Handlungsfelder zusammen, namentlich Sicherheit und Ordnung, Homburg als starker Motor für die Wirtschaft, bürgerschaftliches Engagement, Fortbestand des Uniklinikums als Keimzelle für Forschung und Wissenschaft in der Stadt, Stärkung des Betreuungsangebotes oder auch der Lebensqualität in den Homburger Ortsteilen und die Entwicklung einer zukunftsfähigen Infrastruktur.

Dies alles sei das Ergebnis seiner in Gesprächen gewonnen Einschätzung "dass Homburg nicht ein großes Thema hat, sondern unendlich viele. Deswegen ist es wichtig, eine Strategie zu entwickeln, um die unterschiedlichen Bedürfnisse und Wünsche der Homburger aufzugreifen - orientiert am Gemeinwohl und am finanziell Machbaren." Fuchs' skizziertes Leitbild: "Lebensqualität durch Vielfalt, eine starke Stadt in der Region im Wandel." "Wichtigste Entscheidung der nächsten zehn Jahre."

Christian Gläser