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Erste Stolpersteine für Völklingen

Erste Stolpersteine für Völklingen

Wehrden/Ludweiler. Sie heißen Stolpersteine, obwohl sie bündig in den Gehweg eingelassen sind: zehn mal zehn Zentimeter große Pflastersteine aus Messing mit einer Inschrift, die an Menschen erinnert, die von den Nazis verschleppt wurden. In Saarbrücken gibt es bereits solche Tafeln und auch in anderen saarländischen Gemeinden und Städten. Ab Donnerstag, 5

Wehrden/Ludweiler. Sie heißen Stolpersteine, obwohl sie bündig in den Gehweg eingelassen sind: zehn mal zehn Zentimeter große Pflastersteine aus Messing mit einer Inschrift, die an Menschen erinnert, die von den Nazis verschleppt wurden. In Saarbrücken gibt es bereits solche Tafeln und auch in anderen saarländischen Gemeinden und Städten. Ab Donnerstag, 5. Juli, soll man Stolpersteine auch vor früheren Wohnhäusern von NS-Opfern in Völklingen finden.Wie die Stadtpressestelle mitteilte, ist für diesen Tag die Verlegung der ersten sieben Gedenktafeln geplant. Oberbürgermeister Klaus Lorig und der Kölner Künstler Gunter Demnig, geistiger Urheber dieser nahezu europaweiten Aktion, wollen gemeinsam zur Tat schreiten. Sie beginnen um 10.45 Uhr vor dem Haus Saarstraße 33 in Wehrden, wo das junge Euthanasie-Opfer Friedrich ("Fredi") Wiedersporn wohnte. Die Aktion wird dann in Ludweiler fortgesetzt vor den Häusern Völklinger Straße 60 und 61. Dort lebte die angesehene jüdische Geschäftsfamilie Bermann, die von den Nazis nahezu ausgelöscht wurde. Und der ermordete Widerstandskämpfer Philipp Kaufmann erhält seine Gedenktafel in der Straße Am Bürgermeisteramt 3.

Das Völklinger Aktionsbündnis Stolpersteine war Anfang Februar gestartet. Die Idee stieß auf breite Unterstützung und eine große Spendenbereitschaft. er

Wir haben die Menschen, denen die ersten Stolpersteine gewidmet sind, bereits in einer SZ-Serie vorgestellt. Die Texte finden Sie im elektronischen Archiv: bitte die Startseite aufrufen und unter "Archiv" weiterklicken.

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