1. Saarland

Erste Schritte zur "großen Kultur"

Erste Schritte zur "großen Kultur"

Neunkirchen. Mit einem Veranstaltungsort, der 1000 Sitzplätze und bis zu 2000 Stehplätze bietet, will man ab Herbst 2012 "große Events" nach Neunkirchen holen

Neunkirchen. Mit einem Veranstaltungsort, der 1000 Sitzplätze und bis zu 2000 Stehplätze bietet, will man ab Herbst 2012 "große Events" nach Neunkirchen holen. Erste Details des mit fünf Millionen Euro veranschlagten Aus- und Umbauprojekts Gebläsehalle hat am Montagabend in der Stummschen Reithalle Tanja Sattler, die Leiterin des städtischen Amtes für Gebäudewirtschaft, ausdauernd erläutert."Wir haben uns vorgenommen, möglichst früh die Bürgerinnen und Bürger mitzunehmen", begründete Stadtsprecher Markus Müller den Zweck des öffentlichen Abends. Die drei Dutzend Interessierten waren fast ausnahmslos Kommunalpolitiker, Vereinsvertreter oder organisierte Kulturbeflissene. Interessante Randnotiz: Als Partei am stärksten vertreten war die Linke, die im Stadtrat vehement gegen das "Prestigeprojekt" Gebläsehalle streitet.

Tanja Sattler referierte aus dem Vorgaben-Katalog der Stadt für den künftige Musentempel. Der beinhaltet beispielsweise moderne Bühnenelemente und Raumteiler (die Halle kann hälftig geteilt werden), eine 160 Quadratmeter große Bühne, einen Anbau zum Hüttenpark hin, dessen Fassade für Freiluftvorhaben geöffnet werden kann und ein abgetrenntes Foyer auf der Nordseite, das mit 160 Stehtisch- und 100 Sitzplätzen auch für kleinere Veranstaltungen zur Verfügung steht. Aus dem Bürgerhaus wird das Gestühl übernommen, ebenso technische Vorrichtungen wie Licht- und Soundanlage oder Prospektzüge. Welcher Nutzung das Bürgerhaus danach dient, ist nach Sattlers Worten offen, kulturell ist es jedenfalls abgeschrieben.

Detaillierte Nachfragen des Publikums zu technischen und räumlichen Details ließen erkennen, dass sich potenzielle Nutzer bereits konkrete Gedanken machen. Das ist von Seiten der Stadt auch erwünscht: Anregungen könnten auch jetzt noch kurzfristig noch an die Stadt herangetragen werden, heißt es aus dem Rathaus - am besten per E-Mail an "tanja.sattler@neunkirchen.de". Auch NKA-Präsident Karl Albert unterstrich in der Reithalle: "Die Halle ist nicht nur angedacht für Musicals, sondern eine Veranstaltungsstätte für alle Neunkircher Bürger."

In welche Richtung es genau geht, ist allerdings erst dann ersichtlich, wenn feststeht, welches Konzept - das die Vorgaben der Stadt beinhalten muss - zum Zuge kommt. Die Stadt hat nämlich nach einer ersten Sichtungsrunde fünf Firmen ausgewählt, die ihre Vorstellungen bis zum 19. April einreichen sollen. Ende Mai soll die Auftragsvergabe erfolgen. Den auserkorenen Entwurf wird dessen Urheber dann als "Totalunternehmer", verantwortlich für Planung wie auch Ausführung, umsetzen.