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Erste Kälte bremst Aufschwung

Erste Kälte bremst Aufschwung

Regionalverband. Die Arbeitslosigkeit im Regionalverband Saarbrücken ist im November leicht gesunken. Dieser Rückgang fiel wegen des einsetzenden winterlichen Wetters nicht mehr so deutlich aus wie in den Vormonaten. 15 370 Frauen und Männer waren bei der Arbeitsagentur Saarbrücken und in den Jobcentern gemeldet, 20 weniger als im Oktober, 470 weniger als vor einem Jahr

Regionalverband. Die Arbeitslosigkeit im Regionalverband Saarbrücken ist im November leicht gesunken. Dieser Rückgang fiel wegen des einsetzenden winterlichen Wetters nicht mehr so deutlich aus wie in den Vormonaten.

15 370 Frauen und Männer waren bei der Arbeitsagentur Saarbrücken und in den Jobcentern gemeldet, 20 weniger als im Oktober, 470 weniger als vor einem Jahr. Das geht aus dem Arbeitsmarktbericht hervor, den die Pressestelle der Agentur für Arbeit Saarbrücken am Dienstag vorlegte.

Die Arbeitslosenquote lag unverändert bei 9,6 Prozent. Die Gesamtzahl aller Arbeitsuchenden im Regionalverband sank um 140 auf 28 780. Das sind 2370 oder 7,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Im November wurden 1035 neue offene Stellen gemeldet, 150 mehr als im Oktober. Ende des Monats waren noch 2140 Stellen unbesetzt, 640 oder 42,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Insgesamt wurden seit Jahresbeginn im Regionalverband 9230 Arbeitsstellen neu gemeldet, 2100 mehr als im gleichen Zeitraum 2009.

In der Altersgruppe der Jüngeren unter 25 Jahren waren im November 1325 Personen arbeitslos gemeldet, 40 mehr als im Oktober und 85 oder 6,0 Prozent weniger als vor einem Jahr. 4235 arbeitslose Menschen waren 50 bis unter 65 Jahre alt. Ihre Zahl hat sich um 20 gegenüber Oktober verringert, im Vergleich zum Vorjahr ist hier ein leichter Anstieg um 55 oder 1,3 Prozent zu verzeichnen. Bei den 55 Jahre und älteren ist die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr um 4,8 Prozent auf 2250 gestiegen.

5190 Frauen und Männer waren bereits ein Jahr und länger ohne Beschäftigung, so viele wie im Oktober. Gegenüber 2009 hat sich die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 630 oder 13,9 Prozent erhöht.

Zurzeit kümmert sich die Arbeitsagentur um 3230 Menschen. Die Klientel der Arbeitsagentur ist damit um 3,4 Prozent kleiner als im vergangenen Monat und sogar um 18,5 Prozent kleiner als vor einem Jahr. Die Zahl der Arbeitslosen, um die sich die Arge kümmert, stieg dagegen leicht und liegt mit 12 135 im Regionalverband noch um 2,2 Prozent über dem Stand von November 2009.

Damit hat die Arge im Regionalverband im November knapp 80 Prozent aller Arbeitslosen im Regionalverband Saarbrücken betreut. red/ole

Stichwort

Arbeitslose und Arbeitsuchende sind zwei Begriffe, die in der Sprache der Bundesagentur für Arbeit eine genau definierte Bedeutung haben - und diese Bedeutung unterscheidet sich stark von dem, was die Bürger darunter verstehen.

Als Arbeitslose bezeichnet die Agentur für Arbeit jene, die keinen Job haben, sich bei der Agentur offiziell als "arbeitsuchend" gemeldet haben und der Agentur permanent nachweisen, dass sie beständig Bewerbungen verschicken und Vorstellungsgespräche absolvieren.

Als Arbeitsuchende bezeichnet die Agentur erstens die Gruppe der oben definierten Arbeitslosen; zweitens Leute, die noch einen Job haben, aber schon entlassen sind und nur die Kündigungsfrist abarbeiten; drittens Leute, die als Selbstständige Geld verdienen, aber eine Anstellung suchen; viertens Leute, die Grundsicherung bekommen und von der zuständigen Stelle als "erwerbsfähige Hilfebedürftige" eingestuft werden.

Spricht die Agentur für Arbeit also von Arbeitslosen, dann meint sie nur Menschen, die gemäß der Agenturvorschrift nachweislich konsequent Arbeit suchen. Sonst gibt ihnen die Agentur für Arbeit kein Geld. fitz