Erst entkernen, dann abreißen

Erst entkernen, dann abreißen

Saarbrücken. Der Absperrzaun steht schon. Gestern hat die Stadt außerdem die Schifferstraße gesperrt. Damit startete die Verwaltung die Vorbereitungen für den Abriss des alten und schon lange Zeit leer stehenden Hauses Drescher an der Berliner Promenade. Der Polier der Baustelle war gestern noch allein am Werk und richtete die Absperrungen ein, bevor es jetzt ans Eingemachte geht

Saarbrücken. Der Absperrzaun steht schon. Gestern hat die Stadt außerdem die Schifferstraße gesperrt. Damit startete die Verwaltung die Vorbereitungen für den Abriss des alten und schon lange Zeit leer stehenden Hauses Drescher an der Berliner Promenade.Der Polier der Baustelle war gestern noch allein am Werk und richtete die Absperrungen ein, bevor es jetzt ans Eingemachte geht. In den ersten Wochen werden die Saarbrücker von außen noch nicht viel sehen, denn zunächst wird das Gebäude entkernt. Das Drescher-Haus mit der Postadresse Berliner Promenade 5 soll in acht Wochen nicht mehr stehen. Zunächst wird nur im Haus gearbeitet. In den Ausschreibungsunterlagen der Stadt Saarbrücken steht, dass das Haus "zum einen aus einem fünfgeschossigen Baukörper entlang der Promenade aus den 60er Jahren" besteht sowie aus einem dreigeschossigen "Vorkriegsbaukörper" entlang der Schifferstraße.

Ein Abrissunternehmen aus Neunkirchen hat nun den Zuschlag erhalten und wird heute nach einer ersten Baubesprechung mit den Innenarbeiten beginnen. Dabei werden auch Proben entnommen, um sie auf Schadstoffe zu untersuchen. Denn die Arbeiter werden nach Aussage der Stadtpressestelle zunächst Teppiche und Möbel entsorgen. Müll- und Wertstoffcontainer werden dazu in die Schifferstraße gestellt.

Vier Wochen dauert das, dann rücken die Arbeiter mit schweren Maschinen an, um das Drescher-Haus abzureißen. Bis August sollen sie fertig sein. Der Abriss ist der erste Schritt zur Neugestaltung der Schifferstraße. Dort soll unter anderem ein überdachter moderner Platz entstehen.

An der Berliner Promenade wird derzeit eifrig am Auslauf des Sulzbachs in die Saar gearbeitet. Derzeit fließt der Verkehr - mit einer Ampel geregelt - über eine kleine Behelfsbrücke, während die Arbeiter an der neuen Brücke über den Sulzbach Stahlträger einziehen, teilt die Stadtpressestelle mit. Die Arbeiten sind knifflig, denn der Sulzbach führt nach den Regenfällen viel Wasser, und die Arbeiter haben die Strömung immer unter sich.

Die Schifferstraße ist in einem sehr schlechten Zustand.

Der neue Kiosk an der großen Treppe, die bereits Gestalt angenommen hat, bekommt nach Informationen der Stadt die erste Zwischendecke. Später kommt ein weiteres Geschoss dazu. Die Pressestelle teilt weiter mit, die Arbeiten lägen "voll im Zeitplan", und das geplante Budget von 26 Millionen Euro werde eingehalten. Die Arbeiten an der Freitreppe und am Ufer sollen im Frühjahr 2012 abgeschlossen sein.

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