Erneuter Steinschlag an der Saarschleife

Erneuter Steinschlag an der Saarschleife

Orscholz. Knapp eine Woche blieb Wanderern und Radlern Zeit, das Panorama entlang des kompletten Leinpfades zu genießen. Seit Donnerstag sind sie wieder ausgesperrt - zumindest auf 50 Metern. Über diese Strecke hat der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS), bei dem die Verkehrssicherheit liegt, diese Strecke gesperrt

Orscholz. Knapp eine Woche blieb Wanderern und Radlern Zeit, das Panorama entlang des kompletten Leinpfades zu genießen. Seit Donnerstag sind sie wieder ausgesperrt - zumindest auf 50 Metern. Über diese Strecke hat der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS), bei dem die Verkehrssicherheit liegt, diese Strecke gesperrt. Grund: In der Nacht zum Donnerstag waren nach gut zwei Monaten wieder Steinbrocken auf den beliebten Weg gestürzt. Dieses Mal: unterhalb der Cloef zwischen dem Serpentinenweg und der Nikolausstatue, an einer Stelle, wo keine Drahtkonstruktion vor Steinschlag schützt."Der Schiefer ist aus 25 Metern abgestürzt", sagt Klaus Kosok, Sprecher des Landesbetriebes für Straßenbau, auf SZ-Anfrage. "Der Felsen weist weitere Rissstellen auf, die zurzeit untersucht werden." LfS-Sprecher Kosok vermutet, dass die winterlichen Witterungsverhältnisse mit häufigem Wechsel zwischen Frost und Tauwetter Ursache für diesen erneuten Steinschlag waren. "Die Steine werden regelrecht aufgesprengt. Das ist wie bei Schlaglöchern in einer Straße. "Wenn deren Oberfläche porös wird, Wasser eindringt und gefriert, dehnen sich die Risse und platzen auf." Derzeit werde die Stelle von Fachleuten untersucht. "Sie müssen uns sagen, was die weiteren Schritte sind." Eines steht für ihn fest: Bevor diese Stelle nicht gesichert ist, wird nach seiner Darstellung das Teilstück gesperrt bleiben - wie lange, vermag er noch nicht zu sagen. "Es waren wieder einmal dicke Brocken, die zum Teil auf den Weg stürzten, zum Teil in die Saar fielen."

Für den Orscholzer Ortsvorsteher Hermann Kiefer, ein erklärter Gegner des Zauns, ist die Sperrung dieser Wegstrecke fataler als die im Februar: "Die Rundwanderung von der Cloef zur Cloef ist nicht mehr möglich." Er befürchtet, dass der Bike-Marathon am letzten Mai-Wochenende wegen des Steinschlags gefährdet ist.

Was Kiefer in Harnisch bringt: "Wenn irgendwo der ansonsten unnütze Fangzaun Sinn macht, dann an dieser Stelle. Da ist die Gesteinsformation wie am Welles-Felsen. Dort wurde abgesichert. Unterhalb der Cloef nicht." Kiefers Mitstreiter Heinz Temmes ergänzt: "Es hat sich wieder bestätigt, dass beim Zaun nicht nur baulich, sondern auch planerisch erhebliche Mängel produziert wurden."

Gut zwei Monate ist es her, dass der Leinpfad über Wochen gesperrt wurde. Mehrere Felsbrocken hatten sich von den Steilhängen nahe Keuchingen gelöst und waren in die Tiefe gestürzt. Steinplatten hatten sich aus dem Hang gelöst, waren gut 50 Meter hinab gestürzt und hatten auch Teile des Zauns beschädigt.

"Der Felsen weist weitere Rissstellen auf."

Klaus Kosok, LfS-Sprecher

"An der Stelle macht der Zaun Sinn."

Hermann Kiefer,

Ortsvorsteher