1. Saarland

Erleichterte Freude in Baumholder

Erleichterte Freude in Baumholder

Baumholder. Die Erleichterung in und um Baumholder ist seit einigen Tagen groß. Die US-Army- Garnison Baumholder bleibt erhalten. Durch die Neuorganisation der amerikanischen Streitkräfte im Ausland war der Bestand der Garnison lange fraglich gewesen (wir berichteten).Vor einigen Tagen hatte die amerikanische Regierung zugesagt, Baumholder bleibe ein dauerhafter Standort

Baumholder. Die Erleichterung in und um Baumholder ist seit einigen Tagen groß. Die US-Army- Garnison Baumholder bleibt erhalten. Durch die Neuorganisation der amerikanischen Streitkräfte im Ausland war der Bestand der Garnison lange fraglich gewesen (wir berichteten).Vor einigen Tagen hatte die amerikanische Regierung zugesagt, Baumholder bleibe ein dauerhafter Standort. Klar, dass dies beim deutsch-amerikanischen Fest am Unabhängigkeitstag 4. Juli am Freitag gefeiert wurde.Zur US-Army-Garnison in Baumholder gehören 5500 Soldaten. Hinzu kommen 6000 Familienmitglieder. Die Garnison beschäftigt 1800 Zivilangestellte, darunter sind 550 Deutsche. US-Soldaten mit ihren Familien leben auch im Landkreis St. Wendel. Stationiert ist in Baumholder die zweite Brigade der 1. Panzerdivision, ein Kampfverband mit 5000 Soldaten. Das ist zugleich der größte Kampfverband der Amerikaner in Europa, der an einem Standort untergebracht ist.Die meisten Soldaten feierten den 4. Juli nicht in Baumholder, sondern im Irak. 4000 Soldaten sind seit dem 1. April für 15 Monate im Irak stationiert, zum dritten Mal übrigens.Seit 1951 sei Baumholder Heimat gewesen für hunderttausende US-Soldaten. Daran erinnerte der amerikanische Unterstaatssekretär des Heeresministeriums, Geoffrey Prosch, in seiner Ansprache. Bei der Entscheidung für Baumholder habe neben der Infrastruktur, dem großen Truppenübungsplatz, auch die langjährige gute Beziehung zwischen der deutschen und der amerikanischen Gemeinde eine wichtige Rolle gespielt. Der rheinland-pfälzische Innenminister Karl Peter Bruch sagte die Unterstützung des Landes beim weiteren Ausbau des Standortes zu. Die Amerikaner seien ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region. Verbandsbürgermeister Volkmar Pees sprach von einem "denkwürdigen Tag", weil der Standort erhalten bleibe. Im Pentagon habe man ihm schon 2002 gesagt, dass für einen Erhalt drei Gründe erfüllt sein müssten. Der Standort müsse in die Verteidigungsstrategie passen, die gute Infrastruktur für die Soldaten und ihre Familien müsse gewährleistet sein, und die Amerikaner müssen willkommen sein. Pees: "Wir werden weiter daran arbeiten, dass sich die Familien bei uns wohlfühlen." Pees überreichte an Geoffrey Prosch, Karl Peter Bruch und den Garnisons-Kommandeur Oberstleutnant Derek R. Rountree zur Erinnerung Achate, die auf dem Truppenübungsplatz gefunden wurden.